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Und weg war der Dreck!

Und weg war der Dreck!
Der elfte Abfallsammeltag am vergangenen Samstag war wieder ein voller Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein haben in Moers und Neukirchen-Vluyn rund 1500 Freiwillige mit angepackt. Auch Bürgermeister Christoph Fleischhauer, ENNI-Vorstand Lutz Hormes und Vertreter der Sparkasse am Niederrhein packten mit an. FOTO: ENNI
Niederrhein. Der Königssee im Herzen von Moers ist Heimat vieler Enten. Einmal im Jahr pumpt die ENNI Stadt & Service das Gewässer leer, um es zu reinigen und für frisches Wasser zu sorgen. Von der Redaktion

„Dabei finden die Kollegen leider immer wieder Dinge, die in einem See nichts zu suchen haben“, weiß ENNI-Abfallexpertin Claudia Jaeckel. Flaschen und Plastiktüten seien dabei Standard, Einkaufswägen und Fahrräder zum Glück eine Ausnahme. Doch wilden Müll, den das Wasser gut versteckt, gibt es überall. In Büschen, in Grünanlagen oder am Wegesrand.

Am vergangenen Samstag zogen deshalb rund 1500 umweltbewusste Helfer beim elften Abfallsammeltag in Moers und Neukirchen-Vluyn los. Unter dem Motto „Gemeinsam für eine saubere Stadt“ sagten sie Umweltsündern und Schmutzfinken den Kampf an und befreiten ihr Umfeld von wildem Müll. Handschuhe an, Müllsack gepackt und aufräumen! So lautete die Devise, der auch ENNI-Vorstand Lutz Hormes, Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Vertreter der Sparkasse am Niederrhein nachkamen. Gemeinsam räumten sie rund um den Königsee auf. „Wir beteiligen uns gerne an der Aktion. Umherliegender Müll ist einfach nicht schön, und wir würden uns freuen, wenn das mehr Leute so sehen würden“, sagt Sparkassen-Abteilungsdirektor Heiner Rütjes, der sechs Auszubildende mitgebracht hatte.

In der Tat waren dem Aufruf der Stadt Neukirchen-Vluyn und der ENNI Stadt & Service als Veranstalter wieder zahlreiche Einzelpersonen und Gruppen gefolgt. Schulklassen und Kindergartenkinder zogen ebenso los, wie Familien, Nachbarschaftsgemeinschaften, Kegelbrüder oder Fußballteams. Auch zahlreiche Kinder des ENNI Kidsclub packten mit an. „Viele der Helfer sind in jedem Jahr dabei. Aber es gibt es auch immer neue Gesichter“, freuen sich Claudia Jaeckel und ihre Mitstreiterin Marion May-Hacker, die den Abfallsammeltag in Neukirchen-Vluyn organisiert, dass tatsächlich in allen Stadtgebieten Sammler unterwegs waren.

Wie viel Abfall die Freiwilligen zusammentrugen, steht noch nicht fest. „Eigentlich ist die Menge auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass die Helfer ein Zeichen gesetzt haben“, sagt Lutz Hormes und freute sich vor allem über den Einsatz der kleinen Helfer. „Man kann nicht früh genug damit beginnen, das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen. Und Kinder, die beim Abfallsammeltag mitmachen, werden zukünftig ihr Kaugummipapier nicht mehr in die Büsche werfen.“ Ein Blick in die Säcke zeigte aber, dass die großen Müllsünden eher von den großen Bürgern verursacht werden: Neben dem sogenannten Handwurfmüll trugen die Helfer auch in diesem Jahr als traurige Highlights jede Menge Sperrgut zusammen – vom Teppich bis zum kaputten Kinderwagen. „Wir bieten auf unserem Kreislaufwirtschaftshof so viele Entsorgungsmöglichkeiten an. Sperrgut können die Bürger doch kostenlos bei uns abliefern“, sagt Hormes und setzt deshalb weiterhin auf Aufklärung.

(Niederrhein Verlag GmbH)