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Kostenlose Mahlzeit für Bedürftige
Nächstenliebe geht durch den Magen

Kostenlose Mahlzeit für Bedürftige: Nächstenliebe geht durch den Magen
Danijel und Miro Ostojic laden alle Bedürftigen zu einer kostenlosen Mahlzeit in die Pizzeria dai Fratelli ein. Was die beiden Brüder besonders freut: Es hat sich bereits ein weiterer Unterstützer gefunden: Der Großhändler AlfaPack hat, nachdem er von der Aktion auf Facebook gelesen hatte, sich entschieden, einen Großteil der Zutaten zu spenden. FOTO: cb
Moers. Während bei den meisten Familien zum Weihnachtsfest ein üppiges Menü auf den Tisch gezaubert wird, gibt es einige, die sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Miroslav Ostojic will hier mit einer ganz besonderen Aktion helfen. Seine Idee: Ein Weihnachtsessen für Bedürftige in seiner Pizzeria. Von Claudia Basener

"Es ist doch einfach traurig, dass viele Menschen sich keine warme Mahlzeit mehr leisten können, da muss man doch helfen", sagt Miro Ostojic. Und er handelt. Zunächst geht er zur Moerser Tafel und erzählt von seiner Idee, ein Weihnachtsessen für Bedürftige zu organisieren. Als er erfährt, dass diese allerdings für den Heiligabend bereits eine Weihnachtsfeier organisiert hat, schlägt er kurzerhand vor, mit seiner Pizzeria die "normale" Essensausgabe am Donnerstag vor Weihnachten  zu übernehmen, die sonst ausfallen müsste.

Am Donnerstag, 20. Dezember, von 12 bis 15 Uhr, öffnet die "Pizzeria dai Fratelli", Marktstraße 36, daher außerhalb der regulären Öffnungszeiten und lädt alle Bedürftigen zu einer kostenlosen Mahlzeit bestehend aus einer Pizza und einem Softgetränk ein. Sechs Pizzen stehen den Gästen zur Auswahl: Margherita, Schinken, Salami, Thunfisch, Champignon und Paprika. Bei der Tafel wurde bereits Werbung für diese Aktion gemacht, aber auch andere Bedürftige sind herzlich willkommen. "Je mehr Leute wir erreichen, umso besser", sagt Danijel Ostojic, der seinem Bruder in der Pizzeria hilft. An den Zutaten wird es definitiv nicht scheitern, eingekauft werde fürs ganze Wochenende und wenn's am Donnerstag gut läuft, müsse man halt nachkaufen. Platz ist in der Pizzeria allerdings nur für 30 Personen. "Über die Tafel werden schätzungsweise 50 bis 60 Personen teilnehmen, die Mitarbeiter versuchen es so zu organisieren, dass nicht alle gleichzeitig kommen und wir die vollen drei Stunden nutzen", so Miro Ostojic, der hofft, dass niemand draußen warten muss, weil es drin zu voll ist. Ja, man müsse einfach gucken, wie es laufe, denn die Erfahrungswerte fehlen natürlich komplett. "Aber wenn es gut angenommen wird, werden wir gerne weiter in diese Richtung aktiv werden", sind sich alle in der Pizzeria einig.

(Niederrhein Verlag GmbH)