| 15.31 Uhr

Stadtfeste
MoersMarketing, übernehmen Sie!

Stadtfeste: MoersMarketing, übernehmen Sie!
Die Moerser Stadtfeste sind Publikumsmagnete. Als Imageträger und Werbemaßnahme wären sie auch künftig nicht wegzudenken. FOTO: Archiv
Moers. Die MoersMarketing GmbH übernimmt die Stadtfeste in der Grafenstadt. Zum diesjährigen Moerser Herbst tritt sie erstmals als offizieller Veranstalter auf. Das Ziel: Die Stadtfeste sollen wieder eine verlässliche Größe werden. Von Claudia Basener

Ende letzten Jahres hatte Bürgermeister Christoph Fleischhauer die wesentlichen Akteure der letzten Jahre zu einem offenen Meinungsaustausch eingeladen. Hier wurden sich die Beteiligten vom Handelsverband NRW Niederrhein, ISG Innenstadt Moers, Verein Niederrheinischer Schausteller Moers sowie dem Moerser Werbering in weiten Teilen einig, dass die MoersMarketing künftig die volle Verantwortung für die Stadtfeste tragen solle.
Aus gutem Grund: Mit der Ausrichtung von Events kennt man sich beim Stadtmarketing aus. "Unsere Kernkompetenz", nennt es Geschäftsführer Michael Birr und erklärt, was das Hauptziel sei: "Wir wollen die Stadtfeste so aufstellen, dass es wieder verlässliche Größen werden, vor allem soll der Einzelhandel Planungssicherheit haben. Dazu gehört die gesicherte Finanzierung ebenso wie die weit im Vorfeld stattfindende Anmeldung verkaufsoffener Sonntage."

Da die MoersMarketing bereits schon zuvor im Hintergrund bei den Stadtfesten tätig war (Stichwort: Sicherheitskonzept) und durch die Ausrichtung der Kirmes mit Veranstaltungen vertraut ist, die die gesamte Innenstadt bespielen, ist diese Aufgabe nicht komplett neu. "Wir haben eine vernünftige technische Basis", so Birr. Rund 20.000 Euro koste ein Stadtfest - mit den Einnahmen durch Standgelder, Freikäufe (frei bleibende Flächen vor den Geschäften für die der Einzelhandel bezahlt) und verlässliche Sponsoren sei eine solide Finanzierungsbasis geschaffen. Dass der Moerser Herbst kommen kann, daran besteht aus Sicht des Geschäftsführer kein Zweifel: "Wir können direkt in die Umsetzungsphase gehen."

Um die einzelnen Quartiere (Neustraße, Steinstraße, Homberger Straße, Altstadtdreieck, KÖ-Viertel) in die Planungen einzubinden, werden sie Geld zur Ausgestaltung des Programmes bekommen: "Die Quartiere wissen am besten, welche Art der Unterhaltung zu ihren Geschäften passt. Wir wollen da wenig reinsprechen, müssen uns aber abstimmen und auf Machbarkeit überprüfen", erklärt Birr und kommt somit auf einen weiteren wichtigen Punkt zu sprechen: "Kommunikation ist wichtig, damit wir alle Institutionen einbinden, die sich um die Innenstadt bemühen! Jeder, der sich einbringen möchte, kann sich an uns wenden."
Der Schaustellerverein und der Werbering sollen weiterhin Partner bleiben, außerdem sollen die einzelnen Quartierssprecher ins Boot geholt werden. Nächste Woche Dienstag wird daher ein Treffen der wichtigsten Beteiligten stattfinden, bei dem Aufgaben verteilt werden sollen. "In unserem Konzept kann jeder seine Stärken einbringen", ist sich Michael Birr sicher.

Doch nicht nur im Hintergrund wird einiges passieren, auch die Stadtfestbesucher sollen merken, dass sich was tut. "Wir wollen sukzessive die inhaltliche Qualität erhöhen", sagt Birr. Den Schaustellern wurde bereits empfohlen auf Trödelmarktstände der billigsten Art zu verzichten, das solle beibehalten werden. Verzichtet wird zunächst auch auf ein Motto. "'Stadtfest in Moers mit verkaufsoffenem Sonntag' ist Motto genug. Es ist keine Spezialveranstaltung, sondern eine Mischung aus Musik, Warenpräsentation, Walking Acts, Bühnenprogramm etc. - für den Standort von dem Standort", findet Birr, lässt aber offen, ob es in Zukunft mal ein Motto geben könnte.
Natürlich werde nicht von jetzt auf gleich alles besser, warnt der Geschäftsführer vor einer überzogenen Erwartungshaltung, "aber wir arbeiten dran!"