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Larissa Medved-Kastein und Tatjana Kastein im Interview
„Heimat ist dort, wo das Flic Flac Zelt steht“

Larissa Medved-Kastein und Tatjana Kastein im Interview: „Heimat ist dort, wo das Flic Flac Zelt steht“
Larissa Medved-Kastein (31, l.) und Tatjana Kastein (25). FOTO: Flic Flac
Moers. Vom 7. bis 17. Juni 2018 gastiert Flic Flac mit seiner neuen Show "Farblos" in Moers. In dem schwarz-gelben Zelt erwartet das Publikum dann wieder ein Programm der Superlative. Wir haben im Vorfeld Larissa Medved-Kastein und Tatjana Kastein, die beiden Juniorchefinnen des Circus Flic Flac, zum Interview getroffen.


Stadt-Panorama: Liebe Larissa, liebe Tatjana, ab 7. Juni präsentieren Sie die neue Flic Flac Show "Farblos" auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Moers. Auf welche spektakulären Programmpunkte dürfen die Besucher gespannt sein?
Vier athletische Kolumbianer rocken das Todesrad. Sie heizen dem Publikum von der ersten Sekunde an so richtig ein - eine tolle Einstimmung auf eine rasante Show. Die neue Produktion soll nicht nur wie gewohnt adrenalingeladen und unkonventionell, sondern "durchaus auch schräg" sein.

Wann wird es schräg?
Schräg wird es spätestens dann, wenn die Flic Flac Comedy ins Spiel kommt. Wie immer auf höchstem Niveau. Allerdings durchaus provokant, frech, hintergründig und ironisch.

Wie viele Personen reisen mit Flic Flac?
Um die hundert Menschen beschäftigt das Unternehmen auf Tour. Davon etwa 35 Artisten.

Wie lange dauert der Auf- und Abbau?
Wir spielen am Sonntagabend unsere letzte Vorstellung in der jeweiligen Gastspielstadt. In der nächsten ist dann am darauf folgenden Donnerstag Premiere. Eine logistische Herausforderung, den Ab- und Aufbau mit teilweise vielen Reisekilometern zwischen den Städten, in dieser Zeit zu bewältigen.

1989 gründete ihr Vater, Benno Kastein, gemeinsam mit seinem Bruder den Circus. Sie sind quasi in der Manege aufgewachsen – eine ziemlich idyllische Vorstellung?
Ein Leben im Wohnwagen, ständig unterwegs, umgeben von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten - wir können uns kein anderes Leben vorstellen. Es ist das, was wir wollen. Das, was wir genießen. Aber idyllisch – im klassischen Sinn von Circusromantik? Nein. Es ist einfach ein ganz normales Leben, es ist unser Leben.

Sie übernehmen mehr und mehr das Ruder des Familienunternehmens. Wie ist das Alltagsgeschäft unter Ihnen beiden aufgeteilt?
Larissa: Ich engagiere mich stark bei der Auswahl der Artisten, der Choreografie der Show, der Entwicklung neuer künstlerischer Konzepte.
Tatjana: Mein Part ist der kaufmännische. Die Buchhaltung, das Ticketing, die Verwaltungsabläufe im Tourbüro gehören dazu.
 

Sie sind selbst mit einer ordentlichen Portion Mut ausgestattete Akrobatinnen, haben sich aber in noch tollkühnere Zweiradartisten verliebt. Ist Angst da ein täglicher Begleiter?
Angst wäre auf Dauer ein schlechter Begleiter. Wir kennen das Risiko, haben großen Respekt davor und sind dankbar, gesund und glücklich zu sein. Und das mit wunderbaren Partnern und zwei hinreißenden Töchtern.

Und was bedeutet Heimat für Sie?
Heimat ist dort, wo das Flic Flac Zelt und der Wohnwagen stehen, wo die Familie zusammen aufwacht und einschläft.