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Eine Wiese für Bienen und Blumen in Asberg

Eine Wiese für Bienen und Blumen in Asberg
Kümmern sich um die Blumenwiese: Thorben Schreiber, Jan Haan, Norbert Gottschild, Henning Dietrich (alle THW), Micheal Jansen (Bürger), Jürgen Sommerfeld und Hans-Peter Hilger (Fachdienst Grünflächen). FOTO: pst
Moers. In Asberg hat ein Bürgerantrag nicht nur sprichwörtlich den Stein ins Rollen gebracht.

Michael Jansen joggt regelmäßig durch den Stadtteil. Ihm fielen die freien Grünflächen zwischen den dicht bebauten Wohnsiedlungen auf. Was ihm dort fehlte, waren Blumen und Bienen. In einem Bürgerantrag an die Stadt im letzten Jahr bat er um die Nutzung von städtischen Flächen als Blumenwiesen.

Zur Sicherung der Biodiversität wollte er sich engagieren, die Wiese bepflanzen und pflegen. Aus diesem Bürgerantrag ist nun ein Projekt geworden. Die rund 1.200 Quadratmeter große Fläche an der Essenberger Straße/Kronprinzenstraße ist bereits umgebrochen. Sie gilt als Pilotfläche, denn dort entsteht die erste Blumenwiese im Stadtgebiet. Der Fachdienst Grünflächen der Stadt, das THW, ein Landwirt des Fechner-Hofes aus Schwafheim und Michael Jansen haben die Fläche nutzbar gemacht.

Im ersten Schritt wurde sie mit schwerem Gerät umgepflügt. So kann im Frühherbst eine Samenmischung mit Wildkräutern und – blumen gesät werden. Dann braucht es neben Zeit und Geduld einen "Kümmerer" vor Ort. "Mein Dank geht an die engagierten Bürger", fasste Jürgen Sommerfeld (Fachdienst Grünflächen) zusammen. Michael Jansen hat im Vorfeld mit den Anwohnerinnen und Anwohnern Gespräche geführt und sie über das Projekt mit Schildern und einer Homepage informiert.

Bisher fand die Blumenwiese nur Zuspruch. "Wir sind noch in einer Lernphase", meinte Jürgen Sommerfeld "Wir hoffen, dass sich diese Fläche wunschgemäß entwickelt", so Hans-Peter Hilger (Fachdienst Grünflächen). Das Thema Artenvielfalt und Biodiversität wird stark diskutiert – nicht nur in der Moerser Politik. Noch fehlen Gerätschaften und weitere Mitstreiter, um dieses Projekt großflächig auszuweiten.

Weitere Informationen zu der Blumenwiese in Asberg und Kontakt zu Micheal Jansen gibt es auch online auf www.moerser-blumenwiesen.de.

(Niederrhein Verlag GmbH)