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Marktplatz als Standort in Planung
Neuer Lebensmittelmarkt für die Altsiedlung

Kamp-Lintfort. Eine gute wohnortnahe Versorgung ist für viele Menschen ein wichtiges Kriterium in ihrem Wohnumfeld. Das gilt auch für die Altsiedlung. Seit der Schließung der Netto-Filiale an der Franzstraße 2013 besteht dort allerdings ein Versorgungsengpass für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Das ist auch der Stadt Kamp-Lintfort bewusst. Die Versorgungslücke zu schließen, stellte sich jedoch als schwierig heraus. Mehrere Versuche scheiterten an den gegebenen räumlichen Voraussetzungen. Eine Lösung des Problems ist nun allerdings in Sicht: Die Essener Thelen-Gruppe beabsichtigt, für die REWE DORTMUND Großhandels eG einen modernen Lebensmittelmarkt zu errichten. Als Standort ist der Marktplatz in der Altsiedlung im Fokus. Das haben Verwaltung, Investor und Rewe in einem intensiven Abstimmungsprozess erarbeitet. Der geplante Lebensmittelmarkt soll 1.600 qm umfassen. Ziel des Investors ist eine Eröffnung in 2018. Für das Gebäude an der Franzstraße, das sich ebenfalls im Besitz der Thelen-Gruppe befindet, will der Investor eine andere Verwendungsmöglichkeit suchen.

"Mit einem neuen Lebensmittelmarkt in der Altsiedlung tragen wir maßgeblich dazu bei, die Grundversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Das war seit langem eine Forderung der Menschen hier vor Ort. Deshalb freue ich mich, dass wir dieser Forderung nun nachkommen können", betonte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt gestern (6.12.) nach der Sitzung des Rates. Dass der Standort grundsätzlich für ein Einzelhandelsvorhaben geeignet ist, belegt bereits ein Einzelhandelsgutachten aus dem Jahr 2002. Das Gutachten weist darüber hinaus zwei Aspekte aus, die es bei den Planungen zu berücksichtigen gelte: Städtebau und Wochenmarkt. Das unterstrich auch der Bürgermeister: "Der Marktplatz ist ein historisch gewachsener, sehr prominenter Standort in der Altsiedlung. Deshalb ist es uns sehr wichtig, eine städtebaulich qualitätvolle Lösung zu finden." Ob der Samstagsmarkt in der Altsiedlung weiter stattfinden könne, bleibe zu prüfen. Gegebenenfalls könnten sich hier Synergieeffekte aus dem Angebot von Rewe und dem örtlichen Marktangebot ergeben, so Landscheidt abschließend.