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Metal-Festival auf der Halde Norddeutschland
Dong Open Air wird 18!

Metal-Festival auf der Halde Norddeutschland: Dong Open Air wird 18!
Bernd Zibell und Katrin Steffans (Sparkasse am Niederrhein), Stephan Liehr (Dong Kultur e.V.), Maik Feldmann (Betontod), Bürgermeister Harald Lenßen und Adam Dera (Betontod) freuen sich auf ein abwechslungsreiches Festivalwochenende. FOTO: S. Reffgen
Neukirchen-Vluyn. Das Dong Open Air wird volljährig! Vom Donnerstag, 12. Juli, bis Samstag, 14. Juli, findet die 18. Auflage des Metal-Festivals auf der Halde Norddeutschland statt. Die Headliner in diesem Jahr: die Apokalyptischen Reiter, Eluveitie und Betontod. Mit 3.000 Besuchern wird es einen neuen Rekord geben. Von Claudia Basener

28 Bands an drei Tagen, Metal in all seinen Spielarten plus Punk und Reggae, ein 4-Mast-Zelt für die 3.000 Besucher (zum Vergleich, 2017 waren es 2.600), zahlreiche Theken, neue Essensstände, viel Platz fürs Zelten und sogar ein eigenes Festivalbier ("Rinderwahn") - es ist alles angerichtet für einen würdigen 18. Geburtstag des Dong Open Air. Begonnen hatte alles eine ganze Nummer kleiner - von Freunden, mit Freunden, für Freunde. Eigentlich ist das auch so geblieben; das Festival hat inzwischen halt nur viel mehr Freunde dazugewonnen. Und die kommen aus aller Herren Länder. Wie die Schweizer von Eluveitie, die bereits 2007 als Geheimtipp dabei waren und nun am Freitagabend den Headliner geben. Aber auch sonst zeigt das Line-up, dass Mount Moshmore in der Szene größte Wertschätzung genießt: Zwölf Nationen sind vertreten, neben den Schweizern kommen u.a. auch Acts aus Argentinien, Israel, Portugal und Moldawien.

Die Rheinberger von Betontod können zwar nicht unbedingt mit Anreisekilometern angeben, aber sie liefern das beste Beispiel dafür, dass das Dong offen für alle Spielarten der Gitarrenmusik ist. "Wir sind eine der wenigen Punkbands, die auf Metalfestivals spielen können. Am Samstagabend werden wir das Zelt zum Beben bringen", kündigt Schlagzeuger Maik Feldmann an. Dafür werden auch Songs aus ihrem neuen Album "Vamos!", das am 31. August veröffentlicht wird, sorgen.

Die Vielfalt des Programmes sei es, was das Publikum zu schätzen weiß, sagt Stephan Liehr, Vorsitzender des Dong Kultur e.V.: "Wir haben nicht nur hochkarätige Headliner, sondern auch talentierte Nachwuchsbands, die eine große Bandbreite präsentieren. Ab der ersten Band wird 'Premium' geboten." Donnerstag, um 12.15 Uhr, werden das Visigoth aus Salt Lake City sein, die gerade "aus dem Metal-Underground steil gehen".

Natürlich muss so ein Programm auch finanziert werden. Die Sparkasse am Niederrhein steht den Dong Kultur e.V. mit zwei Stiftungen treu zur Seite. "Eine wichtige Geschichte für Neukirchen-Vluyn", so das Urteil von Bernd Zibell, den nicht nur die Professionalität beeindruckt, sondern auch das Engagement der Ehrenamtler, zu denen neben dem Orga-Team in diesem Jahr auch 150 Helfer zählen.

Die Wochenendtickets und die Tageskarten für den Samstag sind bereits vergriffen (Ja, Ihr müsst das nächste Mal darauf hören, wenn wir schreiben, dass Ihr schnell sein müsst!). Für den Donnerstag und den Freitag gilt es, entweder noch bis Mittwochabend über www.metaltix.com zu buchen oder recht früh an der Tageskasse aufzuschlagen.

Aber, und das ist einer der vielen Vorzüge des Dong: Auch ohne Tickets kann man hier Festivalluft schnuppern. Die Metalheads sind ein furchtbar friedliches, stimmungsvolles Völkchen, so dass auch rund ums Zelt immer was los sein wird. Wer langhaarige Menschen in dunklen Klamotten erwartet wird nicht enttäuscht, wen Paradiesvögel überraschen, wird überrascht sein. Und mitten im dunkelbunten Publikum: Harald Lenßen. Der Bürgermeister kommt jedes Jahr zum Festival, um die besondere Atmosphäre zu genießen. "Familiär, eine einzigartige Location, ein weltoffenes Publikum" - das Dong Open Air taugt wahrlich zum Aushängeschild für Neukirchen-Vluyn.