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Dong Open Air 2017: Von zart bis hart

Dong Open Air 2017: Von zart bis hart
Vom 13. bis zum 15 Juli gilt es wieder, den Dongberg zu besteigen. FOTO: S. Reffgen
Neukirchen-Vluyn. Das Programm aus 28 Bands für die 17. Auflage des Dong Open Airs steht. Noch vor der letzten Bandankündigung waren die Frühbuchertickets des Festivals, das vom 13. bis 15. Juli auf der Halde Norddeutschland stattfindet, bereits vergriffen. Von der Redaktion

Am vergangenen Wochenende verkündeten die Veranstalter des Dong Open Airs die Fortsetzung einer erfolgreichen Kooperation. Zum dritten Mal in Folge wird das Deutschland-Finale des Metal Battles, also des internationalen Undergroundwettbewerbs des gigantischen Wacken Open Airs, in Neukirchen- Vluyn ausgetragen. Damit sind alle 28 Programmplätze des Festivals gefüllt.

In Extremo, Iced Earth und Ensiferum sind die Top-Acts im diesjährigen Line-Up, die den kleineren Bands das große Publikum bescheren. Ihre Alben erreichten in den deutschen Charts zuletzt die Plätze 1, 5 und 15, was deutlich macht, dass auch dieses Genre seine Schwergewichte hervorbringt - obwohl es sich um eine Nische handelt, die in Funk und TV nur sehr selten stattfindet. Erneut ist es den Veranstaltern gelungen, eine abwechslungsreiche Mischung aus etablierten Acts und aufstrebenden Newcomern zusammenzustellen. "Da ist von zart bis hart alles dabei. Diesmal aus 15 Nationen", freut sich Sebastian Arnold vom Dong Kultur e. V. Das sei neuer Dong-Rekord. Mehr als die Hälfte aller Bands stammt aus dem Ausland.

Darunter auch Gloryhammer aus England und der Schweiz. Sie sind eine der aktuell angesagtesten Bands des Power Metals, der für Klargesang, viel Melodie und oftmals fantastische Texte bekannt ist. Knallhart wird es hingegen bei den Death Metalern von Memoriam, einer "Supergroup" aus Mitgliedern zweier bereits bekannter Bands, die erst kürzlich ihr erstes Album veröffentlicht hat. Kehliger Gesang, sogenannte Growls, und die schweren Rhythmen tief gestimmter Gitarren bestimmen bei der Truppe aus Birmingham den Sound. Dark Tranquillity aus Schweden, God Dethroned aus den Niederlanden und HateSphere aus Dänemark vervollständigen den Reigen der Headliner 2017 mit ebenso düsteren Namen wie ausgeprägter Spielfreude.

Auch die vergleichsweise unbekannten Bands, die sich für das Festival beworben haben, reisen aus aller Welt an. Zum Beispiel aus Australien, Mexiko, Norwegen, Brasilien und Italien, aber auch aus Viersen, Essen und Wuppertal. Und zum ersten Mal in siebzehn Jahren ist mit Spoil Engine auch eine Gruppe aus dem Nachbarland Belgien dabei.

Bei der Finanzierung der Reise- und Unterbringungskosten dieser Bands mit viel Talent aber weniger Zugkraft kommt die fortgesetzte Unterstützung der Kulturstiftungen der Sparkasse am Niederrhein ins Spiel. "Wir sind von der kreativen Leidenschaft insbesondere der jungen Bands und auch vom jahrelangen Engagement des Dong Kultur e. V. für die Region gleichermaßen begeistert. Wir finden, das Dong Open Air ist für die Musiker ein tolles Forum und für jedermann eine fantastische Inspirationsquelle", lässt Katrin Steffans wissen. Die Leiterin der Filiale an der Poststraße in Neukirchen schaut mit ihren Kollegen jedes Jahr selbst auf der Halde vorbei.

"Die Sparkasse ist der Partner, der mit Abstand am längsten an unserer Seite ist. Die Wertschätzung für unsere Arbeit spüren wir dort auch im persönlichen Kontakt", freut sich Organisator Arnold.

(Niederrhein Verlag GmbH)