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Ausstellungskonzept für Zentrum für Bergbautradition vorgestellt

Ausstellungskonzept für Zentrum für Bergbautradition vorgestellt
Klaus Seelig von der Agentur „Arndt + Seelig Kommunikationsdesign“ (links) und Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann präsentieren Ansichten des zukünftigen Bergbauzentrums aus der Präsentation. FOTO: Stadt Ka-Li
Kamp-Lintfort. Dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport wurde am Mittwoch, 7. März, das Ausstellungskonzept für das neue Zentrum für Bergbautradition vorgestellt, das an der Friedrich-Heinrich-Allee im Bereich des ehemaligen Schirrhofs entstehen soll. Von der Redaktion

Eine Art zentrale Anlaufstelle soll das "Informationszentrum Stadt und Bergbau" im denkmalgeschützten ehemaligen Pumpenhaus werden. Besucherinnen und Besucher werden hier empfangen und auf die Führungen durch den Lehrstollen, des Haus des Bergmanns sowie auf dem Förderturm eingestimmt. Dazu gibt es einen Empfangsbereich mit Garderobe und kleinem Büro und einen Ausstellungsbereich. "Hier wollen wir kompakt und anschaulich die Themen 'Kloster/ Kohle / Campus', 'Steinkohlenbergbau in Deutschland', 'Bergmann: Beruf und Berufung', 'Geschichte der Zeche Friedrich-Heinrich', Geologie und touristische Ziele in der Umgebung darstellen", so Klaus Seelig von der Agentur "Arndt + Seelig Kommunikationsdesign" aus Bielefeld, die das Konzept entwickelt hat.

Betrieben werden soll das Ganze durch die Fördergemeinschaft für Bergmanns-tradition mit Unterstützung der Stadt. Auch der Verein Niederrhein und das Geologische Museum werden eingebunden. "Neben dem neuen Besucherzentrum wollen wir aber auch die schon bestehenden Angebote im Haus des Bergmanns und am Lehrstollen verbessern", ergänzt Petra Niemöller, Leiterin des Kulturbüros. "Der Lehrstollen soll stärker in Themenabschnitte gegliedert werden und die Technikgeschichte des Bergbaus darstellen, um die Arbeitswelt der Bergleute ganz nach dem Motto "Untertage" zu präsentieren." Im Haus des Bergmanns dagegen will man sich dagegen in Zukunft auf die Siedlungsgeschichte des Bergbaus konzentrieren. Es soll der Fokus auf das Alltagsleben der Bergleute und Familien gelegt werden, ganz nach dem Stichwort "Übertage". Hierzu wird das Haus in zwei übergeordnete Themenbereiche gegliedert, nämlich den historischen Blick auf die Entstehung und das Siedlungskonzept rund um die Zeche einerseits und den privaten Blick in das Leben und Wohnen einer Familie andererseits.

"Der Aufwand für die Umsetzung des Gesamtkonzepts für das Bergbauzentrum ist durch das Designbüro Arndt + Seelig mit etwa 500.000 Euro kalkuliert", so Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann. "Das ist für die Stadt nur leistbar, wenn das Rheinische Museumsamt, das schon die Konzeptvorstellung mit 80 Prozent unterstützt hat, auch die Umsetzung fördert." Die Förderanträge sollen jetzt gestellt werden. Eine Entscheidung wird im Sommer erwartet. "Wenn alles klappt, werden wir das Zentrum pünktlich zum Beginn der Landesgartenschau im Frühjahr 2020 eröffnen", freut sich Müllmann.

(Niederrhein Verlag GmbH)