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Streiten für die gleichen Ziele

Streiten für die gleichen Ziele
Der „Bürgerplatz“ in Friemersheim soll durch Ideen aus der Bürgerschaft genutzt werden. Nach der „Einweihung“ im Rahmen des Jubiläumsfestes vom benachbarten Eiscafés „Romeo“, ist bislang leider nichts Konkretes passiert. Politische Initiativen befürworten nun das Aufstellen von Trimmgeräten für Senioren. FOTO: thiele
Rheinhausen. Stadt-Panorama berichtete Ende Dezember 2018 über einen Vorschlag von CDU-Ratsherr Klaus Mönnicks auf dem Bürgerplatz (Kaiserstraße/Geeststraße) in Friemersheim einen Bewegungsspielplatz für Seniorinnen und Senioren einzurichten. Daraufhin startete eine Initiative der CDU-Fraktion, gab es Kritik von der SPD und eine eigene Seniorenspielplatz-Initiative. Von der Redaktion

Letztlich gibt es jetzt zwei Initiativen für den Bürgerplatz, die das Gleiche wollen, nur mit unterschiedlichen (finanziellen) Hilfen. Der Reihe nach: Der Schulhof der ehemaligen Geestschule an der Ecke Kaiserstraße/Geeststraße, diente nach Schließung der Schule jahrelang als "wilder" Autoparkplatz. Vom engagierten Bauverein Friemersheim kam dann die Initiative, den zentralen Platz vom Duisburger Immobilienmanagement (IMD) zu pachten, ihn nutzbar zu machen und dann mit Ideen aus der Bürgerschaft zu bespielen. Dafür wurde eigens eine Ideenwerkstatt Friemersheim ins Leben gerufen, in der Bauverein, Bürgerschaft und Politik Ideen sammeln und entwickeln.

Nachdem der Platz im Sommer vergangenen Jahres mit dem Jubiläumsfest des benachbarten Eiscafés "Romeo" eingeweiht wurde, ist bislang nichts Konkretes bezüglich Nutzung bekannt geworden. Dann warf der Friemersheimer Ratsherr Klaus Mönnicks eine alte Idee auf den Platz, einen Bewegungsparcours für Seniorinnen und Senioren anzulegen. Konkretisiert wurde der Verschlag dann durch eine Initiative der CDU Bezirksfraktion (hier ist die Rede von einzelnen Spiel- und Trainingsgeräten für Seniorinnen und Senioren), die in der Sitzung der Bezirksvertretung am kommenden Donnerstag von der Verwaltung geprüft werden soll, um die Wirtschaftsbetriebe Duisburg mit ins Boot zu holen.

Obwohl die Initiative der CDU-Fraktion derweil bereits im Umlauf war, entzündete sich Kritik an der von Klaus Mönnicks formlos vorgebrachten CDU-Idee. Die SPD in Person von Ratsfrau Elke Patz giftete: "Bevor man Ideen in die Welt setzt, sollte man mit den Verantwortlichen sprechen." Es könne nicht sein, dass der sorgsam hergerichtete Platz für einen Seniorenparcours in erheblichen Maße "zurückgebaut" und "aufgerissen" werden müsse. Das könne nicht im Sinne der Platzspender und aller Beteiligten sein. Höchstens ein Trimmgerät könne man sich vorstellen und das könne gegebenenfalls über die Seniorenstiftung der Sparkasse Duisburg finanziert werden. Ein "runder Tisch", wie Mönnicks es seinerzeit formulierte, muss dafür nicht einberufen werden, es gäbe die Ideenwerkstatt um dies zu diskutieren.

Die CDU zeigte sich erstaunt angesichts dieser harschen Kritik, greift sie doch lediglich die von Klaus Mönnicks formlos vorgebrachte Idee auf und nicht die ausgearbeitete Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirkvertretung. Ferdi Seidelt, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Rheinhausen, bemerkte, man habe mit Dietmar Vornweg, Vorstand vom Bauverein Friemersheim, gesprochen und sei übereingekommen, dass der Wunsch nach solchen Geräten sehr wohl auf der Agenda der Ideenwerkstatt Friemersheim steht.

"In der Sache sehen Vornweg und ich sehr wohl die Möglichkeit, drei, vier Geräte ohne großen Aufwand aufzustellen. Schließlich gibt es die Möglichkeit, die Geräte mit kräftigen Injektionsankern am Boden zu fixieren." Da braucht also auch nix großartig "aufgerissen" werden.

Man erwarte nun in der Bezirksvertretung ganz unaufgeregt eine positive Rückmeldung von Seiten der Verwaltung, dass in Zusammenarbeit mit dem Bauverein Friemersheim Senioren-Sportgeräte auf dem Platz aufgestellt werden können. Die Kritik der SPD erklärt sich Seidelt so: Die CDU-Initiative wird von SPD-Ratsfrau Elke Patz nicht gerne gesehen, weil sie ihr gewissermaßen bei ihrem Antrag bei der Sparkassenstiftung in die Quere kommt."

Unterm Strich gelte: "Friemersheim hat jetzt zwei Eisen im Feuer. Eines von der CDU mit den Wirtschaftsbetrieben (hier wird Unterstützung signalisiert) und eines von der SPD mit der Stiftung der Sparkasse Duisburg", so Seidelt versöhnlich.

(Niederrhein Verlag GmbH)