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Neue Filter für Duisburgs Wasser

Neue Filter für Duisburgs Wasser
Auf vier Sattelschleppern warteten die jeweils 21 Tonnen schweren Filterbehälter auf die Montage. FOTO: vowie
Serm. Was war in der Nacht zu Dienstag in Serm los? Vier Schwertransporter mit ebenso vielen blauen, großen Behältern kurvten durch den sonst – gerade in der Nacht – ruhigen Stadtteil. Von Volker Wieczorek

Der Transport steuerte das Wasserwerk Bockum an, denn die Stadtwerke Duisburg brauchen für ihr Wasserwerk vier neue Filter. Die waren in der Nacht im Krefelder Rheinhafen umgeladen und auf den Weg gebracht worden. Luftlinie ist dies bestenfalls ein Abstand von etwa zwei Kilometern, auf der Straße kommen jedoch rund 14 Kilometer zusammen. Bis sechs Uhr war der Weg vollbracht. Länger hätte es auch nicht dauern dürfen, denn die Genehmigung für den Schwertransport endete zu dieser Zeit.

Dort angekommen wartete schon ein schwerer Autokran auf die Fracht. Bis die neuen Filter jedoch eingesetzt werden konnten, mussten erst die alten Behälter aus dem Gebäude von oben herausgezogen werden. Der Stadtwerke-Betriebsingenieur Michael Schmidt überwachte die Arbeiten und ging zum frühen Morgen noch davon aus, dass am gestrigen Dienstag drei Behälter ihren neuen Standort finden könnten. Der letzte Behälter soll am heutigen Tag versetzt werden.

Dabei haben die Stadtwerke schon Erfahrung mit dem Prozedere, denn bereits im März sind zwei der rund 87.500 Liter fassenden Filterbehälter getauscht worden. "Die Behälter mussten jetzt getauscht werden, nachdem erste Korrosionsschäden sichtbar geworden waren", erläuterte der Ingenieur, fügte jedoch zugleich an: "Die alten Filterbehälter waren von 1961, haben ihren Dienst also getan."

Dass die Stadtwerke nicht schon im Frühjahr alle Behälter getauscht haben, liegt daran, dass man nicht alle Behälter tauschen konnte, denn das Wasserwerk muss in Betrieb bleiben. Nun, da die zwei neuen Behälter von der März-Aktion im Innern mit Rohren und Düsen, sowie Filtersand versehen sind, werden diese die Versorgung der Duisburger südlich der Ruhr sicherstellen. Das Wasser für die nördlichen Stadtteile kommt nämlich von Haltener Stausee. Bis etwa Dezember wird es dauern, bis auch die vier neuen Behälter betriebstüchtig sind. Dann ist das Wasserwerk für die nächsten sechzig Jahre – zumindest was die Filter betrifft – wieder zuverlässig in Betrieb.

(Niederrhein Verlag GmbH)