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Mit RRX zum Schallschutz

Mit RRX zum Schallschutz
Ab Großenbaum bis Buchholz gibt derzeit es schon sechs Gleise. Danach nur fünf Richtung Hauptbahnhof. FOTO: vowie
Huckingen. Die DB Netz AG lädt am 29. November, 18 bis 19.30 Uhr zur Bürgerinformationsveranstaltung ins Pädagogische Zentrum des Bertolt-Brecht-Berufskollegs, Am Ziegelkamp 28 in Huckingen. Von der Redaktion

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Planungen für den RRX im Bereich Duisburg Süd erneut vorgestellt und die weiteren Verfahrensschritte erläutert. Insbesondere die Planungen zum Schallschutz werden ein Schwerpunkt der Veranstaltung sein. Konkret geht es dabei um den Planfeststellungsabschnitt 3.2, der den Bereich von der Stadtgrenze zu Düsseldorf bis zum S-Bahn Haltepunkt Schlenk umfasst. Als wesentliche Baumaßnahme ist der Neubau von zwei Gleisen auf der Westseite der bestehenden vier Gleise geplant. Der sechsgleisige Ausbau wird aus Richtung Düsseldorf bis zum Haltepunkt Duisburg-Großenbaum fortgesetzt. Zwischen Großenbaum und Buchholz ist die Strecke bereits sechsgleisig ausgebaut. Im Anschluss zwischen Buchholz und Schlenk ist die Strecke heute fünfgleisig. Hier wird das sechste Gleis in die bestehende Infrastruktur eingefügt. Dies hat auch einige Änderungen an der bestehenden Infrastruktur und an einigen Brückenbauwerken zur Folge. Durch diese Maßnahme ergibt sich im Ausbaubereich Anspruch auf Schallschutz gemäß dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Aufgrund der erheblichen baulichen Veränderung des Verkehrsweges ergibt sich für die Anwohner ein Anspruch auf Schallschutz gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzverordnung. Nach den Ergebnissen des Gutachtens zur zukünftigen Lärmentwicklung wird empfohlen im Baubereich im Süden Duisburgs auf 6,2 Kilometer Streckenlänge Schallschutzwände mit einer Höhe von bis zu vier Metern zu errichten. Dazu kommen als weitere aktive Schutzmaßnahme fast 6,7 Kilometer besonders überwachtes Gleis. Hierbei wird der akustische Zustand der Schienen jährlich gemessen und die Schienen im Bedarfsfall speziell geschliffen, um möglichst glatt zu bleiben.

In den Bereichen, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden, besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Schallschutz. Für diese Bereiche sind jedoch Lärmschutzwände im Rahmen des freiwilligen Bundes-Lärmsanierungsprogramms geplant, um auch hier die Situation mit drei Meter hohen Schallschutzwänden zu verbessern.

(Niederrhein Verlag GmbH)