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„Wedau ist ein Rohdia mant“

„Wedau ist ein Rohdia mant“
Mit einem Hubsteiger ging es nach oben, um mal einen Überblick über das Gelände zu bekommen. FOTO: vowie
Wedau. Mit diesen Worten leitete Ute Möbus, Vorstand für Finanzen und Controlling bei der DB Station& Service AG, ihre kurze Rede ein. Damit dieser auch zum „Funkeln und Strahlen“ gebracht werde, müsse ein Feinschliff her. Von Volker Wieczorek

„Und der beginne mit dem heutigen Tag.“ Dabei stand die Präsentation am Montag dieser Woche unter dem Motto „Das Bauland kann kommen“. Dementsprechend versammelten sich die zahlreichen Teilnehmer im Schatten des alten Wasserturm, wobei es konkret darum ging, das Bieter- und Investorenauswahlverfahren für das geplante Nahversorgungszentrum zu starten. 5.500 Quadratmeter sollen vergeben werden, auf denen das Versorgungszentrum für die erwarteten 10.000 Bürgerinnen und Bürger entstehen soll, die den neuen Stadtteil 6-Seen-Wedau einmal bevölkern werden. Und dies soll schon bald geschehen, denn der Bebauungsplan soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres beschlossen sein, um bereits ab 2020 mit den konkreten Bauarbeiten zu beginnen.

Wobei diese im Grunde schon seit einigen Jahren laufen, nur dass es sich dabei um einen Ab- statt eines Aufbaus handele, wie Thomas Lennartz, Geschäftsführer der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) betonte. 45 Kilometer Schienen, 540.000 Kubikmeter Schotter, Schalt- und Kommunikationsanlagen musste abgebaut beziehungsweise verlegt werden, um die 60 Hektar große Fläche überhaupt vorzubereiten, damit hier Wohnbebauung im südlichen Teil des Geländes und Gewerbeflächen im Nordteil möglich wird. Vieles von dem ist erfolgreich vollzogen, so dass man nun im Grunde an den Aufbau gehen könne.

Und noch etwas fügte Thomas Lennartz an. Die Uferfläche wüchse sogar, trotz gegenteiliger Diskussionen, und auch die Seefläche selbst werde sich nicht verkleinern. Zudem wäre 6-Seen-Wedau das einzige Baugebiet NRWs, dessen Häuser alle über begrünte Dächer verfügen werden. In einer ersten Stellungnahme von Vertreter des Bürgervereins Wedau Bissingheim wurden daran jedoch Zweifel gehegt. Sicher scheint jedoch, dass hier Wohnungen entstehen werden, die für alle Einkommensschichten bezahlbar sind: 300 und x Wohnung werden öffentlich gefördert werden, um auch ärmeren Familien ein Heim zu geben.

(Niederrhein Verlag GmbH)