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3.500 Tonnen Sand für eine Burg
Welrekordversuch ist gestartet

Bagger und Laster bringen Sand
Bagger und Laster bringen Sand FOTO: vowie
Meiderich. Es hat begonnen. Seit Dienstag sind die Sandburgen-Erbauer dabei, den Weltrekord im Sandburgenbauen nach Duisburg zu holen. Von Volker Wieczorek

 

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Sandkünstler dies schon einmal versucht, scheiterten jedoch an der Tatsache, dass nach einem zwischenzeitlichen Zusammenbruch der Burg, nicht sicher war, ob Holz in der Burg verblieben war. So war die Burg die damals höchste der Welt, jedoch ohne Weltrekord, denn die Weltrekord-Regeln schreiben vor, dass eine Sandburg nur aus Wasser und Sand bestehen darf. Damit dies in diesem Jahr klappt, hat man den Durchmesser der neuen Sandburg von vornherein um rund neun Meter auf nunmehr 26 Meter gesteigert. So soll das neue Bauwerk mindestens 15 Meter Höhe erreichen und trotzdem an den Wänden nicht so steil werden, wie im Vorjahr. Das vermindert Abrutschtendenzen gewaltig. Trotzdem ist das Vorhaben ambitionierter, denn inzwischen liegt der Weltrekord bei 14,84 Meter. Indische Baumeister haben die Latte ein Stück höher gelegt. Derzeit wird der Sand von unzähligen Lastern angefahren, von Baggern auf einen Haufen geschüttet und von Hand mit Schaufeln verdichtet. Nach und nach wächst seit Dienstag der Hügel höher. Dabei werden Holzplattformen genutzt, die den Sand an den Rändern zunächst festhalten. Wenn man die geforderte Höhe erreicht hat, wird das Holz schrittweise entfernt. Jede Ebene wird dann in den Sand "geschnitzt". Die Burg wächst also quasi von oben nach unten. Obwohl man überaus enthusiastisch ist, gehen manche Blicke sorgenvoll nach oben. Im Moment regnet es einfach zu viel. An einigen Stellen waren am Freitagmorgen schon Ausschwemmungen zu sehen.