| 16.42 Uhr

Rheinhochwasser
Vorgezogenes Hafenfest

Rheinhochwasser: Vorgezogenes Hafenfest
Mit 9,69 war Dienstagmorgen am Pegel Ruhrort der Scheitelpunkt des Rheinhochwassers erreicht. FOTO: tw
Ruhrort. Das Rheinhochwasser ist ohne gravierende Folgen an Duisburg vorbeigezogen. Gestern Abend ziemlich genau um Mitternacht ist der Pegel Ruhrort wieder unter die 9-Meter-Marke gefallen. Gerade in Ruhrort war das Hochwasser vor allem ein Touristenspektakel. Von Thomas Warnecke

9,69 Meter, dann war Schluss. Beziehungsweise ging es dann wieder abwärts am Pegel Ruhrort, und niemand im Hafenstadtteil hat nasse Füße bekommen. Am Wochenende schon zeichnete sich ab, dass der Rhein die zehn Meter nicht schaffen würde – erst dann hätten sich Leinpfad-Anlieger Gedanken um ihre Kellereingänge machen müssen. Während der Rheinuferweg in Mündelheim überflutet war und gesperrt wurde, war der Ruhrorter Leinpfad am Wochenende eine Flaniermeile wie sonst nur beim Hafenfest. Zahllose Schaulustige mussten am Hafenmund mal nach oben schauen, um Schiffe zu bekucken, hielten den Pegelstand fotografisch fest und konnten an der Mühlenweide das Plätschern von Wellen hören wie an der Nordseeküste – der Klimawandel kann kommen ...

Mit Überschreiten der Hochwassermarke I – 9,30 Meter – durften Schiffe zu Tal (=flussabwärts) nur noch 20 km/h fahren, rheinaufwärts bei Köln ging nichts mehr, weshalb viele im Hafen liegen blieben. Anlegeplätze waren aber zu keiner Zeit knapp, wie Duisport versichert.

Heute (11. Januar) um 16.15 Uhr Uhr war der Pegel Ruhrort auf 8,43 Meter gesunken – der historische Höchststand von 1926 (13,04 Meter) oder die 11,66 Meter von 1995 bleiben (vorerst) unerreicht. Am Wochenende wird der Ruhrorter Pegel aber nochmal steigen: Die 1. Ruhrorter KG Weiß-Grün feiert am Sonntag ihre Herrensitzung ...

(Niederrhein Verlag GmbH)