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Obermeiderich „wiedervereinigt“

Obermeiderich „wiedervereinigt“
Gut 150 Obermeidericher begleiteten den Oberbürgermeister und zahlreiche Festgäste beim ersten offiziellen Spaziergang über die neue Brücke. FOTO: vowie
Obermeiderich. Was lange währt, wird endlich gut, möchte man ein altes Sprichwort bemühen, wenn der Blick auf die Brücke im Zuge der Gartroper Straße fällt, denn nach nunmehr neun Jahren Sperrung und Abriss erhebt sich seit vergangener Woche ein neues Bauwerk über den Kanal. Von Volker Wieczorek

Und dies Ereignis wollten sich die dortigen Bewohner nicht entgehen lassen, die in Scharen zur kurzen Eröffnungsveranstaltung kamen. So waren- Oberbürgermeister Sören Link, - Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann, - Hermann Poppen, Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Volker Schlüter, Vertreter der Amtsleitung Wasserstraßen-und Schifffahrtsamt Duisburg, - Carsten Tum, Beigeordneter der Stadt Duisburg und Ratsherr Bruno Sagurna nicht allein, als sie im Regen zur Einweihung die neue Brücke überquerten.

Das neue Bauwerk, das ab sofort auch wieder von der DVG-Buslinie 906 überquert wird, war planerisch ein eher kompliziertes Unterfangen, weil unter der Brücke zahlreiche Versorgungs- und Chemiegasleitungen liegen. Entsprechend groß war auch der Bedarf an Absprachen, die zu treffen waren.

Doch auch die schwierige Personalsituation des für den Neubau zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich verzögerte die schnelle Umsetzung der Neubaumaßnahme, so dass der Vertrag mit der Baufirma erst im September 2014 geschlossen werden konnte. Im Februar 2015 wurde mit dem Neubau begonnen. Im vergangenen Sommer wurde das neue Brückenbauwerk, dass zunächst auf der nördlichen Landseite montiert worden war, auf die neuen Brückenlager aufgeschoben (Stadt-Panorama berichtete). Nachdem dann auch alle Leitungen verlegt waren und die Brücke entsprechend asphaltiert war, konnte diese vergangene Woche für den Verkehr freigegeben werden.

„Obermeiderich wird wiedervereinigt“, kommentierte denn auch einer der Bürger aus dem Umkreis. Denn hier hatte man in den vergangenen zehn Jahren viel mit Umwegen zu tun. „Ich habe in dieser Zeit rund 6.000 Kilometer an Umwegen gefahren“, rechnete ein Anlieger der Albrechtstraße vor: „Das hat ja jetzt zum Glück ein Ende!“

Doch dies Glück hat auch eine Schattenseite, denn spätestens ab Mittwoch dieser Woche wird die benachbarte Straßenbrücke im Zuge der Essen-Steeler-Straße zum Teil gesperrt. Dann wird die neue Gartroper Brücke zur Umleitungsstrecke. Und so wird einiges auf die Anwohnen zu kommen, denn die nun gesperrte Essen-Steeler-Straße-Brücke ist bekanntlich Zubringer zur Autobahn A3.

Wer im Übrigen die alte Brücke noch einmal sehen will, hat dazu auf Google-Street-View Gelegenheit. Da kann man virtuell, noch über die alte Brücke gehen.

(Niederrhein Verlag GmbH)