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Mehr als nur ein Möbelhaus

Mehr als nur ein Möbelhaus
Noch ist das Gelände eine öde Brachfläche. Hier soll nun doch ein Möbelhaus entstehen. Während der Sanierung der A59 wurde hier auch der Aushub und Schotter der alten Fahrbahnen zwischengelagert. FOTO: Archiv 2014/vowie
Meiderich. Für die Brache des Zeus-Geländes östlich der A 59 zwischen der Alten Emscher und der ehemaligen Walzengießerei in Meiderich gibt es neue Pläne.

2013 wurde ein erster Bebauungsplan für diese Fläche beschlossen. Er sah den Bau eines großflächigen Möbeleinzelhandels, einen Gartenfachmarkt sowie einem Gewerbegebiet vor. Der Eigentümer der Fläche hat diese Planungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Möbelhandel nicht realisiert. Möbelhäuser mit der damals geplanten Flächengröße sind nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben, der Internethandel hat hier den Markt verändert. Deshalb sehen die neuen Planungen eine Reduzierung der Verkaufsflächen zugunsten einer gewerblichen Entwicklung vor.

Der Möbelhändler Ostermann aus Witten möchte auf dem Gelände ein Einrichtungshaus mit Küchenzentrum und einem Mitnahmemöbelmarkt mit einer reduzierten Verkaufsfläche von maximal 40.000 m² (statt bisher 50.000 m²) sowie ein Gewerbegebiet für Dienstleistungsbetriebe mit einer Gesamtfläche von knapp 60.000 m² realisieren.

Oberbürgermeister Sören Link sieht sich im Engagement der Stadt bestätigt: "Diese Fläche bietet ideale Voraussetzungen zur Entwicklung. Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, wir freuen uns über das Engagement des Unternehmens Ostermann."

"Wir begrüßen diese zukunftsgewandte Entwicklung für Obermeiderich, die ressourcenschonend und nachhaltig in Verbindung mit einer hohen gestalterischen Qualität neue Maßstäbe im Bereich des Möbelfachhandels setzt. Zudem kann hier durch Reaktivierung der verbleibenden Teilflächen zusätzlich dem hohen Bedarf an Gewerbeflächen nachgekommen werden", sagt Beigeordneter Carsten Tum zu den vorgelegten Plänen des Investors.

Für Anfang Juni ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit geplant, in der die Pläne vorgestellt werden. Bis zur Grundsteinlegung wird es allerdings noch dauern. Der gültige Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan müssen für die neue Planung geändert werden, der Zeitplan sieht dafür knapp zwei Jahre vor, so dass 2020 die Bagger rollen könnten.

(Niederrhein Verlag GmbH)