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Vier Schwerverletzte - Update: Einsatz beendet
Gefahrstoffaustritt im Duisburger Hafen

Vier Schwerverletzte - Update: Einsatz beendet: Gefahrstoffaustritt im Duisburger Hafen
Der Unfall ereignete sich auf dem Gelände der DeCeTe Duisburger Container-Terminalgesellschaft. FOTO: tw/Archiv
Ruhrort. Im Ruhrorter Hafen tritt aus einem Leck in einem Tankcontainer giftige Flüssigkeit aus. Vier Personen wurden durch Kontakt mit der Flüssigkeit schwer verletzt.

Am heutigen Donnerstag, 7. Dezember, wurde gegen 11.40 Uhr die Feuerwehr Duisburg per Notruf über den Gefahrstoffaustritt bei der DeCeTe Duisburger Container-Terminalgesellschaft an der Alten Ruhrorter Straße informiert. Demnach tritt aus einem Leck in einem Tankcontainer giftige Flüssigkeit aus.

Insgesamt fünf Personen, die sich im Umfeld des Containers aufhielten, kamen mit der Flüssigkeit in Berührung. Vier von ihnen wurden hierdurch schwer verletzt. Nach Eintreffen der Feuerwehr wurde der Schadenbereich sofort abgesperrt und alle Personen aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die betroffenen und verletzten Personen wurden im Rahmen der Not-Dekontamination von dem giftigen Stoff befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Derzeit wird durch Spezialkräfte der Feuerwehr zur ABC-Gefahrenabwehr versucht, die Austrittsstelle des Stoffes abzudichten.

Das Schadenereignis ist lokal begrenzt. Außerhalb des festgelegten Gefahrenbereiches im Hafen gibt es laut Mitteilung der Stadt keine Auswirkungen auf die Nachbarschaft oder das Stadtgebiet. Insgesamt sind derzeit rund 65 Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes im Einsatz. Zusätzlich stehen Spezialkräfte aus der chemischen Industrie der Feuerwehr im Rahmen von TUIS (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem) beratend zur Verfügung. Erkenntnisse zur Entstehungsursache liegen derzeit nicht vor. Die Einsatzdauer ist noch nicht absehbar und abhängig vom Erfolg der eingeleiteten Abdichtungsmaßnahmen an der Austrittsstelle.

Update: Einsatz beendet

Durch Spezialkräfte der Feuerwehr zur ABC-Gefahrenabwehr wurde der Container nach einer möglichen Leckage untersucht, um die Austrittstelle des Stoffes abzudichten. Aufgrund der Gefährlichkeit des Stoffes wurde die Gefährdungsstufe der Maßnahmen als hoch eingestuft. Der Tank-Container wurde auf eine mobile Gefahrstoffwanne gesetzt um eine weitere Kontamination zu verhindern. Am Container konnte bei der Überprüfung jedoch keine Undichtigkeit festgestellt werden. Eine örtlich begrenzte Geruchsbelästigung war die einzig wahrnehmbare Indikation für den Stoffaustritt.

Nach abschließender Kontrolle wurde der Container an den verantwortlichen Betreiber des Container-Terminals und der Polizei übergeben, so die Mitteilung der Stadt. Der Einsatz wurde um 14.18 Uhr beendet. Es liegen weiterhin keine Erkenntnisse zur Entstehungsursdache vor.

 

(Niederrhein Verlag GmbH)