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24. Ruhrorter Hafenfest vom 18. bis 21. August
Feuer, Wasser, Luft, Liebe

24. Ruhrorter Hafenfest vom 18. bis 21. August: Feuer, Wasser, Luft, Liebe
Der Schiffskorso mit Uferillumination am Freitag ist fast so ein Hinkucker wie das Feuerwerk. Bei Tag können viele historische und aktuelle Schiffe besichtigt werden. FOTO: Andreas Probst/Archiv
Ruhrort. Am Freitag beginnt das 24. Ruhrorter Hafenfest: Das größte Feuerwerk der Region, drei Tage Programm auf dem Wasser im Hafenmund, drei Tage Musikprogramm auf großer Bühne, drei Tage Tanz und Kulinarik vor der Schifferbörse und vier Tage Kirmes auf der Mühlenweide. Dazu Fischmarkt, Kunst und Kultur, maritimes Kinderfest, Lichtermeer und Hinterhoftrödel. Von Thomas Warnecke

Immer die leidige Frage nach den Besucherzahlen. Walter "Mr. Hafenfest" Pavenstedt mag sie nicht mehr beantworten. Nicht etwa, weil die gierige GEMA da besonders hellhörig wird, sondern weil alle so Spielchen machen und für ihre Veranstaltungen Zahlen herausposaunen, die gar nicht stimmen können. Und dann die jährlich steigenden Sicherheitsanforderungen, hör mir auf ...

Viel wichtiger: Die Reeperboys sind am Samstag wieder unterwegs. Dieser verwegene Haufen ist wie Ruhrort: eine kleine Insel der Glückseligen mit Träumen von der großen weiten Welt. Und je länger sie auftreten, umso mehr werden die Reeperboys wie Ruhrort zum Hafenfest: voll. Ganz große Schau!

Zu schauen gibt's sowieso viel, den Schiffskorso, der sich Freitagabend um 22 Uhr vom Vinckekanal aus auf den Weg macht zum Feuerwerk, das um 23 Uhr von der – gesperrten! – Ruhrort-Homberger Rheinbrücke abgefeuert wird. Dessen Sponsor Duisport hat übrigens noch einmal in die Tasche gegriffen, damit die unglaubliche "George Stephenson" nach Ruhrort kommen kann, ein Dampfschiff Marke Eigenbau. Überhaupt, auf dem Wasser ist an allen drei Tagen viel zu sehen und zu großen Teilen auch zu begehen.

Schwimmer vom ASCD, vom DSSC und der DLRG haben letztes Wochenende bereits geübt für ihren Wettkampf im Schiffe ziehen nur mit Muskelkraft, der am Samstagnachmittag steigt – und dann mit einem schwereren Schiff als dem läppischen Fünftonner, den sie mühelos bewegt kriegten ...

Highlights des Musikprogramms auf der großen Haniel-Bühne unterm südlichen Brückenturm: am Freitag um 21 Uhr The Spirit of Smokie, mit Dean, dem Sohn des legendären Smokie-Sängers Alan Barton, und tourgestählten Sessionmusikern so nah am Original wie kaum eine andere Tribute-Band; am Samstag um 20 Uhr Deluxe – The Radioband mit dem Lieblingssendermix aus Kulthits und aktuellen Charterfolgen; am Sonntag um 18 Uhr die unverzichtbaren Sonny Boys um den wieder genesenen Tante-Olga-Neffen Heinz Robert Martin, aber auch nachmittags gibt's Sachen, die Spaß machen, wie Ramblin René & The Stetson Five (Samstag, 14 Uhr) oder das sehens- und hörenswerte, wirklich witzige Angklung Orchester Ruhr (Sonntag, 14 Uhr). Auch auf dem Kunst- und Kulturmarkt am Sonntag gibt es neben zig Künstler- und Verlagsständen ab 11 Uhr ein Bühnenprogramm von Gebrr & Grimm bis Wolfspelz. Und tief hinein ins Hafenstadtteilidyll kann beim erstmals durchgeführten Hinterhoftrödel getaucht werden.

Kein Hafenfest ohne Kirmes: Große Fahrgeschäfte wie "Polyp" und "Big Spin" wirbeln, nichts für Elefanten ist der Kristallpalast, für Muskelmänner gibt's die Affenschaukel und am Montag den Familientag mit Rabatten und Geschenken!

(Niederrhein Verlag GmbH)