| 13.58 Uhr

In Hamborn tut sich was
110 Millionen Euro für St. Johannes

St. Johannes startet mit Neubau
St. Johannes startet mit Neubau FOTO: vowie
Hamborn. Schon lange war auf diesen Tag in Hamborn und Umgegend gewartet worden: Am Donnerstag war es soweit. Oberbürgermeister Sören Link, der Duisburger Helios Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael und Helios Geschäftsführer Jörg Reschke legten den Grundstein für den Neubau des St. Johannes-Hospitals in Hamborn. Von Volker Wieczorek

Für rund 110 Millionen Euro entsteht hier ein Neubau, mit 25.000 Quadratmeter Grundfläche und rund 6.200 Quadratmeter Geschossfläche über 5 Etagen. Genügend Raum für etwa 375 Betten, Ambulanzen, sowie Diagnosebereiche. Zudem entsteht auch eine neue Cafeteria.
"Wir machen nicht nur leere Worte, Hochfeld ist fertig und am St. Johannes wird Ende 2019 der Neubau in Betrieb genommen", vermerkte Dr. Holger Raphael anlässlich der Grundsteinlegung in einer kurzen Ansprache: "Wir werden dann in Hamborn sehr gute medizinische Versorgung in angenehmer Atmosphäre ausschließlich in Ein- und Zweibett-Zimmern anbieten." Dabei betonte er zugleich, dass auch jetzt schon vieles angegangen worden sei, nachdem man das Krankenhaus im Jahr 2011 übernommen habe. Auch Oberbürgermeister Sören Link bekräftigte die Fortschritte, die schon jetzt sichtbar würden, wobei "jetzt ein besonderes Kapitel aufgeschlagen wird, das eine glänzende Zukunft für das Personal aber auch die Patienten verspricht".
So brauche sich niemand in Duisburg mit Bedenken rumschlagen, wenn er denn krank werde, denn hier gäbe es hochmoderne, zeitgemäße Kliniken mit höchstmöglichem Standard. Sören Link: "Waren dies früher Krankenanstalten, trifft man jetzt auf modernen Dienstleistern in Sachen Gesundheit, die die alten Krankenhäuser komplett umgestalten." Mehr Komfort und bessere Versorgung lauteten dabei die Stichwörter, weshalb der Oberbürgermeister keine Zweifel ließ: "Ich danke für die Investitionen. Das stärkt Duisburg als Standort für moderne und zeitgemäße Medizinversorgung."
Und auch Jörg Reschke, Helios Geschäftsführer aus der Berliner Konzernzentrale, betonte, dass man die Entscheidung aus dem Jahr 2011 zum Kauf des St.Johannes-Hospitals nicht bereut habe. Man sei zufrieden mit den bislang getroffenen Maßnahmen zur Zukunftssicherung und die Grundsteinlegung sei auch mit Stolz verbunden: "Dies ist ein Tag der Freude!" Der Tag sei aber auch mit Respekt an die Mitarbeiter verbunden, die trotz widriger Bedingungen eine gute medizinische Versorgung gewährleistete hätten, denn ein Krankenhausbetrieb stehe und falle mit dem Einsatz des Personals: "Auch der neue Bau ist nur eine Hülle, Leben und Herz im Krankenhaus ist die Belegschaft!" Dabei werde es bis zur Fertigstellung im Jahr 2019 noch anstrengend bleiben, prognostizierte Jörg Reschke, denn der abgeschlossene Umbau in Hochfeld zeige, dass sich inzwischen täglich mehr Patienten in Hochfeld behandeln lassen wollen.