| 13.31 Uhr

Starke Premiere für „BEAT“

Starke Premiere für „BEAT“
Veith Kloeters, Johannes Wippermann, Stephan Möller und Rafael Sars (v.l.) bei „BEAT#01“. FOTO: Mohamed Ghaffar Amadou
Duisburg. Volles Haus, volle Bühne: Die Jungs von Repercussion hatten alles aufgefahren, was Schlagzeuger so bedienen müssen – und das ist eine Menge! Von Thomas Warnecke

Für den Einstieg brauchen sie praktisch nichts: Nach und nach kommen die vier Orchesterschlagwerker aus dem Publikum auf die Bühne, "Music for Pieces of Wood" von Steve Reich spielen sie, minimale, ineinandergreifende Rhythmen auf Klanghölzern, eher nix zum Mitklatschen. Weil aber der nötige fünfte Mann vom Band kommt, darf es mal jemand aus dem Publikum versuchen. "Den Part spielt eigentlich Stephan, ist also machbar." Die grundsympathischen Moderationen tragen ziemlich viel zum Erfolg des Abends bei. Der übrigens wie im Flug vergeht, weil die Vier aus den scheint's unendlichen Möglichkeiten, Musik auf Schlaginstrumenten zu machen, das Äußerste an Abwechslung herausholen – von Tomer Yarivs Tom-Tom-Gewitter "Gyro" bis zu Leonhard Waltersorfers elegischem Vibrafon-Solo "22" und - der geht immer - Bach.

Auch fürs Auge bietet die Bearbeitung der verschiedenen Instrumente einiges, doch "BEAT#01" bietet mehr: Andreas Huck und Roland Nebe von "Warped Type" lassen die Pixel tanzen und legen kristalline Farbteppiche aus.

Tosender Applaus vom durch und durch gemischten Publikum – vom Opernfan über Hip-Hopper bis zu Elektronikern hatte Repercussion alle überzeugt von der alles ergreifenden Macht des Beat! Das schreit nach einer Fortsetzung.

(Niederrhein Verlag GmbH)