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Razzia auch in Duisburg

Duisburg. Am heutigen Morgen hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine große Razzia gegen Mitglieder und Standorte des Osmanen Rocker-Clubs durchgeführt. Derzeit laufen die Einsätze noch, die im Ruhrgebiet von der Polizei Essen koordiniert werden. Von der Redaktion

In Duisburg wurden nach Polizeiangaben insgesamt vier Objekte in Augenschein genommen. Drei dieser Objekte waren Privatwohnungen, bei einem Einsatz handelte es sich um ein Gewerbeobjekt. Insgesamt wurden in NRW mehr als 40 Gebäude durchsucht.

Dabei sind Spezialkräfte im Einsatz, „weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt“ werden. „Wir beobachten die Szene sehr genau und lassen uns von diesen Organisationen nicht blenden“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul. Der Rocker-Club tarne sich als Boxclub „Osmanen Germania“. Vorgebliches Ziel des Clubs sei es, sich um Jugendliche zu kümmern. Doch in der Vergangenheit hat es neben Auseinandersetzungen mit anderen Rocker-Clubs auch versuchte Tötungsdelikte gegeben, die mit den Osmanen Germania in Zusammenhang gebracht wurden. Zudem steht die Rockergruppe „Osmanen Germania“ in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Gruppierung vertrete türkisch-nationalistische und rechtsextremistische Positionen. So lautet die Einschätzung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums.

(Niederrhein Verlag GmbH)