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Netzwerker für „Gold nach Duisburg!“

Netzwerker für „Gold nach Duisburg!“
Olympiasiegerin Gabriela Grillo, Oberbürgermeister Sören Link, Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes, SSB-Vorsitzender Rainer Bischoff, Petra Neu von der Agentur für Arbeit, Michael Rüscher, Geschäftsführer IHK, und Olivia Jazwinski von der Universität Duisburg-Essen. FOTO: tw
Duisburg. Der Stadtsportbund hat sich mit der Stadt, der IHK, dem Unternehmerverband, der Arbeitsagentur und der Uni zum "Netzwerk Leistungssport" verbunden. Ziel ist die Unterstützung von Top-Athleten. Von Thomas Warnecke

"Wenn die da oben auf dem Treppchen glänzen, dann glänzt immer auch ein wenig die Leistungssportstadt Duisburg", weiß Oberbürgermeister Sören Link – nur eben nicht aus eigener Amtserfahrung. Es ist schon eine ganze Weile her, dass Rolf Milser, Nicole Uphoff oder Gabriela Grillo Gold für Duisburg holten. "Rolf Milser war damals noch bei der Stadt Duisburg beschäftigt", erinnert Link, "und die Stadt hat damals mit Rolf Milser so ziemlich die modernste Regelung in Sachen flexibler Arbeitszeit gefunden." Und Milser heute als Hotelier eine auskömmliche Existenz.

Darum geht's beim Netzwerk "Duale Karriere": Talenten aus dem Leistungssport den Spagat zwischen Ausbildung und Training zu erleichtern. Denn in den seltensten Fällen können Spitzensportler von ihrem Sport leben. Mit der Industrie- und Handelskammer, dem Arbeitgebervertreter Unternehmerverband, der Agentur für Arbeit und der Universität Duisburg-Essen – die weitaus meisten Spitzenathleten sind Studenten! – sind die richtigen Partner mit im Boot.

"Sportler sind leistungsorientiert und diszipliniert", weiß der SSB-Vorsitzende Rainer Bischoff; sie erfüllen quasi das ideale Anforderungsprofil für Auszubildende oder Mitarbeiter, bestätigt Wolfgang Schmitz vom Unternehmerverband. "Wir haben in unserer Firma gute Erfahrungen gemacht, wenn Menschen sich im Sport engagieren", sagt Olympiasiegerin und Unternehmerin Gabriela Grillo: "Das sind Menschen, die sich einsetzen. Die aber" – Stischwort Trainingszeiten – "eine gewisse Flexibilität brauchen."

Die Anforderungen von Studium, Ausbildung oder Beruf mit denen des Spitzensports unter einen Hut zu kriegen, das ist das Ziel.

Der Stadtsportbund will sich dafür ausdrücklich nicht aus der Förderung des Breitensports zurückziehen, aber man müsse ja nur schauen, welche Trikots die Jungs aufm Bolzplatz tragen, erklärt SSB-Geschäftsführer Uwe Busch: "Der Spitzensport gibt die Anregung!" Zielgruppe des Netzwerks sind diejenigen Talente, die in Randsportarten oder, wie Busch lieber sagt, in den Amateurleistungssportarten vielversprechende Perspektiven mitbringen.

Ab sofort ist deshalb Uwe Busch unter der Telefonnummer (0203) 3000 811 für Talente, ihre Eltern, Vereine, Arbeitgeber etc. erreichbar. "Wir haben ein großes Netzwerk hinter uns", verspricht Uwe Busch, bei der Karriereplanung helfen zu können. Wie im Falle des Langstreckenläufers Hendrik Pfeiffer: Der hat bei Klöckner & Co. eine Teilzeitstelle erhalten, die es ihm erlaubt, Laufstrecke und berufliche Karriere gleichzeitig im Auge zu behalten.

(Niederrhein Verlag GmbH)