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Gute Zahlen am Arbeitsmarkt

Gute Zahlen am Arbeitsmarkt
Gute Zahlen trotz grauer Wolken über der Arbeitsagentur. FOTO: vowie
Duisburg. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz zum Duisburger Arbeitsmarkt im Jahr 2018 konnte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Duisburg, Astrid Neese, gute Zahlen vermelden: „Ein gutes Jahr ist auch gut zu Ende gegangen!“ Von Volker Wieczorek

Mit einer Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent setzte sich auch im Dezember 2018 der positive Trend weiter fort, so dass im Jahresdurchschnitt 2018 11,4 Prozent Arbeitslose gezählt wurden. Das sind mit 29.072 arbeitslosen Menschen so wenige, wie zuletzt Anfang der 90er Jahre gezählt wurden. Und nicht nur bei der Arbeitslosigkeit zeigt der Trend nach oben. Auch bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen gibt es mit 173.668 eine Zahl, die in Duisburg zuletzt 1992 erreicht wurde. Man sei auf dem richtigen Weg, war denn auch auf der Jahresbilanz-Pressekonferenz zu hören. Dies insbesondere auch deshalb, da die Zahl der unterbeschäftigten Menschen (Arbeitslose, die Maßnahmen oder ähnliches absolvieren) um 2.104 Personen zurück gegangen ist.

Und auch bei den Personen, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind, zählte die Arbeitsagentur 941 oder 6,8 Prozent weniger Personen als noch im Jahr 2018. Trotzdem sind hier immer noch 12.873 Menschen registriert.

Trotz all dieser positiven Entwicklungen, „haben wir mit 10,6 Prozent noch immer die höchste Arbeitslosenquote in NRW“, bemerkt die DGB-Vorsitzende in Duisburg, Angelika Wagner, und fügt an: „Im Ruhrgebiet beträgt die Quote 8,9 und in NRW 6,4 Prozent.“ So sei der Zuwachs der Beschäftigung überdurchschnittlich hoch in der Leiharbeit. Vollzeitbeschäftigung sei dagegen weniger angestiegen, Teilzeitbeschäftigung dafür umso mehr, heißt es aus DGB-Kreisen.

Einen Grund dafür sieht Astrid Neese auch in dem Auseinanderklaffen von Stellenanforderungen und Qualifikation der Arbeitsuchenden. So verfügen 69 Prozent der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung (Vorjahr 60 Prozent), hier ist ein deutlicher Anstieg von 6,6 Prozent bei diesem Personenkreis erkennbar. Dies sei besonders deshalb so entscheidend, da nur rund 17 Prozent der in Duisburg gemeldeten Arbeitsstellen (durchschnittlicher Bestand) sich an Helfer richteten.

Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass der durchschnittliche Arbeitslose etwa 140 Tage ohne Arbeit bleibt, bis er eine neue Stelle bekommt. In dieser Zeit werde häufig nachqualifiziert, um die Menschen auf die neuen Gegebenheiten in ihrem Job vorzubereiten, betonte Astrid Neese, die sich aber glücklich darüber zeigt, hier viele neue Möglichkeiten zur Qualifikation anbieten zu können

(Niederrhein Verlag GmbH)