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Ein Zelt gefüllt mit Emotionen

Ein Zelt gefüllt mit Emotionen
Michael Mautone und Tobias Rotsch alias Wolfspelz. FOTO: Tom Smiljanic
Duisburg. "Liedermacher", "Melancholie", das sind vielleicht zutreffende, aber auch einschränkende Begriffe. Für Wolfspelz und Mautone war deshalb Zeit für eine Horizonterweiterung. Mit mehr Musikern! Von Thomas Warnecke

Wolfspelz alias Tobias Rotsch und Mautone teilen sich das Akzente-Festivalzelt am Samstag. Mautone will übrigens nicht mehr mit seinem italienischen Vornamen Giuseppe ("den schreiben alle falsch!"), sondern seinem deutschen Michael gerufen werden. "Aber er hört nicht drauf", verrät André Meisner, der am Samstag auch dabei ist, diesmal nicht am Saxofon, sondern am Bass. Dazu kommen ein Gitarrist, eine Sängerin und fünf Orchesterprofis, vier von den Duisburger Philharmonikern, eine aus Hamburg.

"Macht mal mehr aus eurem Sound", hat Tobias Rotsch öfters zu hören bekommen. Also hat er sich, studierter Musiker, der auch er ist, ans Arrangieren gemacht: "Das ist total spannend. Man will ja nicht so Nullachtfuffzehn-Liegetöne haben." Die Falle "symphonischer Pop" gilt es auch zu vermeiden. "Wir wollen beide kriegen", sagt Tobias, Liedermacher- und Philharmoniker-Publikum.

Mehr ist jedenfalls gut: "In Giuseppes 'Mein Europa' kommt richtig Feuer rein. Mein Song 'Wo Du bist' wird durch die Oboe eine Minute länger." Und verstärkt, vertieft.

Der Zusammenklang und das Wissen darum, das Alles mit Allem zusammenhängt, das steht hinter Programm und Titel von "Die Unzertrennlichkeit der Dinge". Und das darf dann auch mal emotional überwältigend werden. Für alle, Musiker wie Zuhörer.

Michael Mautone und Wolfspelz: "Die Unzertrennlichkeit der Dinge", Samstag, 18. März, 20 Uhr, Festivalzelt Mercatorviertel

(Niederrhein Verlag GmbH)