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Bund fördert schnelles Internet

Berlin/Duisburg. Die Stadt Duisburg hat am heutigen Dienstag (19. Dezember) im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Förderbescheid im Rahmen des Breitbandförderprogrammes des Bundes über rund 9 Millionen Euro in Empfang genommen.

Mit Hilfe der jetzt erteilten Förderzusage vom Bund und der zu erwartenden vom Land in Höhe von insgesamt rund 18 Millionen Euro kann die Stadt Duisburg den Glasfaser-Ausbau weiter steigern. Ziel ist es, flächendeckend alle Haushalte und Betriebe mit schnellem Internet zu versorgen. Christian Schmidt, geschäftsführender Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, überreichte am heutigen Dienstag in Berlin der Stadt Duisburg einen Bewilligungsbescheid aus Bundesmitteln über 8,96 Millionen Euro.

Der Betrag des Breitbandförderprogramms aus Berlin dient dazu, die unterversorgten Gebiete in Duisburg an das Glasfaser-Netz anzubinden. Mit der Förderzusage des Bundes kann die Stadt Duisburg nun auch die Kofinanzierung beim Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von ebenfalls 8,96 Millionen Euro beantragen. Damit stehen insgesamt rund 18 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um die "weißen Flecken" auf der Duisburger Breitband-Karte verschwinden zu lassen.

Oberbürgermeister Sören Link: "Das ist eine gute Nachricht für die Bürger und Unternehmen in unserer Stadt. Denn damit ist in naher Zukunft in jedem Gebäude schnelles Internet verfügbar. Schnelle Übertragungsnetze sind der Grundstein, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Sie bietet die Chance, unsere Stadt weiterzuentwickeln und damit noch lebenswerter zu machen."

Die Fördermittel wurden von der Stadt Duisburg auf Grundlage einer im Frühjahr erfolgten Analyse der Internetversorgung beantragt. Diese hatte ergeben, dass auch nach dem privatwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikations-Infrastruktur bis 2020 in bestimmten Gebieten weiße Flecken verbleiben würden. Insbesondere Gewerbegebiete und Randlagen gelten demnach als "unterversorgt".

Als Grenze für die Förderfähigkeit von Ausbauvorhaben legt die Bundesregierung derzeit eine Übertragungsgeschwindigkeit unterhalb von 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) fest. Daher wurde in einem sogenannten Interessensbekundungsverfahren bei Providern erfragt, ob sie im Falle einer öffentlichen Förderung einen Ausbau des Glasfasernetzes in den unterversorgten Gebieten realisieren würden. Die Glasfaser-Technologie ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von einem Gigabit und mehr. Nach Zusage der notwendigen Fördermittel bereitet die Stadt nun die entsprechenden Ausschreibungen vor, damit daran anschließend der privatwirtschaftliche Ausbau starten kann.

Im Jahre 2020 soll Duisburg flächendeckend mit schnellem Internet ausgestattet sein, die mögliche Übertragungsgeschwindigkeit soll dann stadtweit in allen Haushalten und Gewerbebetrieben mindestens bei 80 Mbit/s liegen. Von der Förderzusage sollen auch alle Grundschulen profitieren, die bisher als unterversorgt galten. "Damit verfügen bald alle 160 Schulen in Duisburg über leistungsfähige Datenanbindungen. Die 55 weiterführenden Schulen statten wir im Rahmen des Projektes ,Gute Schule 2020‘ alle mit einem Glasfaser-Anschluss aus", so Oberbürgermeister Sören Link.

(Niederrhein Verlag GmbH)