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Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv

Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv
Astrid Neese,Leiterin der Agentur für Arbeit Duisburg. FOTO: Archiv
Duisburg. Im zweiten Jahr in Folge ist in Duisburg 2017 die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gesunken. Damit habe sich die positive Entwicklung stabilisiert, so Astrid Neese, Leiterin der Arbeitsagentur Duisburg.

Zum Jahresende 2017 konnte Duisburg mit 11,7 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren verzeichnen. Die Beschäftigung steigt kontinuierlich. Mit 171.054 Beschäftigen zum 30.06.2017 sind am Arbeitsort Duisburg 4.804 oder 2,9 Prozent mehr Menschen als ein Jahr zuvor beschäftigt.

Der Agentur für Arbeit wurden in der Jahressumme mehr Stellen gemeldet (ins-gesamt 12.742); mit fast 4.200 Stellen rund 30 Prozent mehr Stellen im Bestand als im Vorjahr.

Von der guten Entwicklung konnten Frauen und Männer, alle Altersgruppen, die Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Schwerbehinderung profitieren. 558 geflüchtete Menschen haben im letzten Jahr ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet.

Der Ausbildungsmarkt zeigt immer noch eine starke Differenz zwischen dem Ausbildungsangebot (2.684 betriebliche Ausbildungsstellen) und den Bewerbern (3.698) Die Ausbildungsneigung der Betriebe geht weiterhin zurück und liegt unter NRW-Niveau. Die Ausbildungsquote, also der Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, geht ebenso zu-rück.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Duisburg, Astrid Neese, freut sich über die Arbeitsmarktentwicklung und sieht insbesondere noch Entwicklungspotenzial beim Ausbildungsmarkt: "Bei einer insgesamt noch zu hohen Zahl an arbeitslosen Menschen zeigt sich seit zwei Jahren eine gute Tendenz. Steigende Beschäftigung, eine hohe Nachfrage der Unternehmen insbesondere nach Fachkräften bieten Chancen – auch für diejenigen, die längere Zeit erwerbslos waren. Der Fachkräftemangel ist in Duisburg angekommen. Vor diesem Hintergrund müssen alle Akteure ihren Blick für die Potenziale der Arbeitsuchenden weiten. Die Betriebe werden es sich zukünftig noch weniger erlauben können, eine Bewerbung vorschnell auszusortieren. Die Unterstützungsangebote von Agentur für Arbeit und Jobcenter Duisburg können noch offensiver genutzt werden, das gilt auch für die finanziellen Förderangebote. 2017 hat für mich gezeigt: Die Chancen für Duisburg steigen, am Arbeitsmarkt einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Wir müssen gemeinsam auf den Zug der guten konjunkturellen Entwicklung aufspringen und aktiv dem Fachkräftemangel entgegensteuern!"

Die guten Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der Senkung der Arbeitslosigkeit seien gegeben, Beschäftigungsaussichten und Konjunkturprognosen positiv. Astrid Neese sieht gute Chancen für den Arbeitsmarkt 2018: "Doch die Reduzierung des Fachkräftemangels ist auch vor diesem Hintergrund kein Selbstläufer. Alle Arbeitsmarktakteure müssen ihre Arbeit stärker verzahnen, um mit einer Verbesserung des Übergangs von Schule in die Arbeitswelt und Anschlussperspektiven nach bestandener Qualifizierung die Situation von Arbeitslosen zu verbessern."

(Niederrhein Verlag GmbH)