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A40-Pläne liegen ab heute aus

A40-Pläne liegen ab heute aus
Elegant soll sie aussehen: Die neue Doppelbrücke über den Rhein zwischen Homberg und Neuenkamp. FOTO: DEGES
Duisburg. Ab heute sind die Planfeststellungsunterlagen zum Ausbau der A 40 und dem Neubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp öffentlich. Von Volker Wieczorek

In den vergangenen 25 Jahren ist die A 40-Brücke zwischen Homberg und Neuenkamp zu einem echten Hindernis im zügigen Verkehrsfluss zwischen Holland und dem Ruhrgebiet geworden. Was für den Individualverkehr ärgerlich, ist für den Wirtschaftsgüterverkehr zu einem echten Kostenfaktor geworden, denn die Rheinbrücke ist für den Logistikstandort Duisburg überlebenswichtig. Vor allen Dingen in den vergangenen zweieinhalb Jahren musste die Brücke immer wieder ganz oder zumindest halbseitig gesperrt werden. Umwege mit bis zu eineinhalb Stunden Zeitverzögerungen waren die Folge.

Dies soll ab dem Jahr 2026 vorbei sein, denn dann will die DEGES die Brücke komplett neu errichtet haben.

Dazu werden zwei Brücken gebaut, die über jeweils vier Fahrspuren verfügen. Bis 2019 sollen allen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, so dass dann Bagger und Kräne ab 2020 anrücken könnten. Dabei ist man durchaus optimistisch, den Zeitplan einhalten zu können. Dr. Udo Pasderski (Bereichsleiter P4 der DEGES in NRW): „In Duisburg leiden alle unter der Brücke. Hier will man zügig etwas Neues. Deshalb rechnen wir auch nicht mit vielen Vorbehalten gegen den Neubau.“ Plan ist, zunächst eines der beiden neuen Brückenbauwerke – bis 2023 – zu errichten, um dann die bestehende Brücke abzureißen. An deren Stelle wird dann der zweite Teil der neuen Rheinbrücke errichtet. Wenn der erste Teil der Brücke fertig ist, wird dann auch endlich wieder eine leistungsfähige Rheinquerung mit insgesamt sechs Fahrspuren verfügbar sein. Es gibt im Grunde keine Alternative zum Brückenneubau. Um die Belastungen für die Anlieger entlang der Autobahn möglichst gering zu halten, haben die Planer einen leicht veränderten Winkel der Brückenquerung zum Rhein vorgesehen. So müssen nach gegenwärtigem Stand der Dinge keine Häuser abgerissen werden, obwohl die Streckenführung der A 40 zwischen den Anschlussstellen Homberg und Duisburg-Häfen leicht verändert wird. Die Autobahn muss schon ab hier breiter werden, um den zukünftigen achtspurigen Ausbau der Rheinbrücke auch perfekt nutzen zu können, denn Prognosen gehen von rund 127.000 Fahrzeuge pro Tag im Jahr 2030 aus. Die Zahl der Lastkraftwagen soll sich mit 21.500 Fahrzeugen sogar fast verdoppeln.

Die Rheinbrücke selbst wird größer als die alte: 73 Meter hoch, 802 Meter lang und 67,80 Meter breit. In beiden Richtungen wird es neben der Fahrbahn neue Geh- und Radwege geben. Pasderski: „Zudem wird es entlang der Neubaumaßnahme einen umfänglichen Lärmschutz geben, der deutlich besser ist als heute.“

Nach dem alle Unterlagen der Projektentwicklung in den vergangenen Monaten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens geprüft wurden, beginnt heute die Auslegung dieser Unterlagen. Dies findet in der Zeit vom 28. Februar bis 27. März statt. Jeder interessierte Bürger kann während der üblichen Dienststunden, Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr, schauen: In Duisburg findet dies im Stadthaus, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Eingang Moselstraße), Zimmer 215, sowie in der Bezirksverwaltung Homberg/Ruhrort/Baerl, Bismarckplatz 1, Zimmer 108, statt. Wer eine Erläuterung der Planunterlagen haben möchte, muss sich ins Stadthaus begeben, da hier die entsprechenden Experten zur Verfügung stehen. Bürger, Verbände und Träger öffentlicher Belange haben die Möglichkeit, Stellung zum Projekt zu nehmen.

Jeder kann bis spätestens einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist bis zum 27. April 2018 bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 25, Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf oder bei der bei der Stadt Duisburg, Stadthaus, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7, 47051 Duisburg Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben.

(Niederrhein Verlag GmbH)