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VfB geht baden, Wölfe holen Remis

VfB geht baden, Wölfe holen Remis
Durchgetankt: Hier erzielt Max Molsner einer seiner beiden Treffer beim 29:29-Remis seiner Wölfe Nordrhein gegen die Reserve von TuSEM Essen. FOTO: Volker Nagraszus
Niederrhein. Ganz übel einen auf den Deckel gab es für die Regionalliga-Handballer des VfB Homberg, die in Köln 17:28 baden gingen. Die Wölfe Nordrhein trennen sich 29:29 von Essen, während die Frauen des TuS Lintfort in Bremen verlieren und auswärts weiter ohne Zähler bleiben. Von Steffen Penzel

Hätte man Alex Tesch vor dem Gastspiel der Essener Reserve bei seinen Wölfen ein Remis angeboten, "hätte ich das sofort unterschrieben", so Tesch. Nach dem Abpfiff der Partie war sich der Wölfe-Coach da schon nicht mehr so sicher. Zum Hintergrund: Nach starker erster Halbzeit und einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung lagen die Wölfe kurz vor Schluss mit zwei Toren im Hintertreffen, holten den Rückstand aber auf - und hatten am Ende sogar noch eine Dreifach-Chance zum Sieg. "Der Punkt wird uns noch gut tun, denn Essen wird noch viele Teams schlagen. Das Remis ist am Ende auch gerecht. Aber trotzdem haben wir Essen nur durch unsere vermeidbaren Fehler überhaupt erst wieder in die Partie gebracht", resümierte Tesch. Am kommenden Samstag müssen die Wölfe in Korschenbroich ran. "Eine gute Truppe und ein unangenehmer Gegner, der mit viel Tempo kommt", weiß Tesch, der den Fokus auf einen stabilen Deckungsverbund legen will. "Wenn wir unsere Deckungsarbeit in den Griff bekommen, dann gewinnen wir auch das Spiel."

Einen komplett gebrauchten Tag erwischte der VfB Homberg bei seinem Gastspiel beim TV Jahn Köln-Wahn. In der Domstadt holte sich die Schürmann-Truppe eine saftige 17:28-Klatsche ab. Achim Schürmann war naturgemäß nicht so wirklich begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. "Egal, wer auf dem Feld war, es war kein Aufbäumen, kein Lichtblick zu erkennen", ärgerte sich Schürmann, der nur Schlussmann Aaron Denter aus seiner Kritik ausklammerte. Ohne Mirko Szymanowicz gab es für den VfB gar nichts zu bestellen. "Ein Festival der Fehlwürfe" hatte der VfB-Coach mitansehen müssen. Und das, nachdem seine Mannschaft in der Vorwoche gegen Ratingen eine so starke Leistung aufs Parkett gelegt hatte. Am Samstagabend, 19.30 Uhr, kommt der starke Tabellenzweite aus Aldekerk in die Glückaufhalle. Und dann erwartet Schürmann einen anderen VfB. "Denn mit der Leistung aus Köln brauchen wir gegen Aldekerk die Halle erst gar nicht aufschließen."

Verloren, aber Mut für den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga geschöpft - so könnte das Motto nach der 25:30-Niederlage der Frauen des TuS Lintfort bei Werder Bremen lauten. Bis zum 18:19 aus Lintforter Sicht hielten die engagierten Gäste gut mit. Am Ende spielte die breiter besetzte Bank den Bremerinnen in die Karten. "Da hat man gesehen, dass wir einfach aufgrund der aktuellen Verletztenmisere nicht genügend Alternativen hatten", befand TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach der Partie. Gut für die angeschlagene Moral ihrer Spielerinnen war das Spiel aber allemal, so Grenz-Klein. "Das war eine klare Steigerung. Jetzt müssen wir bis zur Winterpause noch den ein oder anderen Punkt sammeln." Am kommenden Sonntag geht es in eigener Halle gegen die Füchse Berlin, Anwurf ist dann um 16 Uhr.

(Niederrhein Verlag GmbH)