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Projekt Taschengeldbörse
Helfen und helfen lassen

Projekt Taschengeldbörse: Helfen und helfen lassen
Freuen sich auf’s Projekt: Johannes Hansen (Seniorenbüro), Nicole Mehring (Diakonie), Rebecca Nagelschmitz, Lothar Muschik (Jugend& Soziales), Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann, Jugendpfleger Simon Bleckmann und Holger Mrosek (Sozial-& Jugendhilfeplanung). FOTO: Penzel
Dinslaken. Das Projekt Taschengeldbörse ist gestartet. Das Prinzip ist so einfach wie gut: Rebecca Nagelschmitz von der Koordinierungsstelle des Projekts bringt ältere Menschen, die Unterstützung benötigen, und jüngere Menschen, die Unterstützung bieten wollen, zusammen. Wenn geholfen wird, gibt's am Ende ein Taschengeld. Von Steffen Penzel

Der Impuls kam aus dem Kinder- und Jugendparlament (Kijupa). Die Idee der Taschengeldbörse, in Solingen und Oberhausen schon erfolgreich praktiziert, wurde unter anderem an Rebecca Nagelschmitz herangetragen. Die stellte wiederum das Ganze bei der Diakonie Dinslaken vor. Die Diakonie-Verantwortlichen um Nicole Mehring waren schnell begeistert - sowohl von der Idee, als auch von Rebecca Nagelschmitz. Nach Austausch und Kontakt mit der Stadt, stand der Entschluss, Fördermittel für das Projekt Taschengeldbörse zu beantragen und Rebecca Nagelschmitz als zentrale Koordinatorin für die Börse einzusetzen. Dem Förderantrag wurde stattgegeben und so steht es nun, das neue Kooperationsprojekt von Diakonie, Stadt und Kijupa - gefördert mit satten Mitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!".

Worum geht's genau? "Angesprochen werden sollen 14- bis 20-Jährige, die bereit sind, kleinere Tätigkeiten zu übernehmen und so älteren und hilfebedürftigen Menschen unter die Arme zu greifen", erzählt Rebecca Nagelschmitz. Dabei geht es um Dinge wie Rasen mähen, beim Einkauf helfen, mal mit dem Hund Gassi gehen, Bedienungshilfen bei Handy und PC geben. Vom Geholfenen gibt es für den Helfenden danach ein Taschengeld. "Wie hoch das ausfällt, handeln die Beteiligten selber aus", so Nagelschmitz. Entwickeln sich daraus weitere Beschäftigungsmöglichkeiten, ist die Diakonie raus. "Bei uns geht es nur um den Kontaktaufbau, das Ganze soll keine Jobvermittlung werden." Die Projektkoordinatorin überzeugt sich in persönlichen Gesprächen von der Tauglichkeit der Helfenden, die erst im Anschluss an das Gespräch fürs Projekt freigeschaltet werden. "Ich möchte einfach vorab einen Eindruck von den Jugendlichen bekommen", erklärt sie. Wie Kontakt aufgenommen werden kann, steht hier unten in der Fakten-Box:

(Niederrhein Verlag GmbH)