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Die GFW Duisburg stellt sich vor
Ein Mann der klaren Worte

Die GFW Duisburg stellt sich vor: Ein Mann der klaren Worte
FOTO: Penzel
Duisburg. Wolfgang Srowig ist die "Allzweckwaffe" der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg. Der diplomierte Geograf kümmert sich nicht nur um die Betreuung von Firmenkunden im Duisburger Westen; er ist auch für die Vermittlung von Freizeit- und Spezialimmobilien zuständig. Und, so ganz nebenbei, sorgt er dafür, dass Computer und Netzwerke bei der GFW stets in Schuss sind. Von Steffen Penzel

Sie haben eine etwas andere Geschäftsidee? Eine, die sich nicht so ohne Weiteres in eine Kiste packen lässt? Und Sie wollen das Ganze in Duisburg realisieren? Dann ist Wolfgang Srowig Ihr richtiger Ansprechpartner. Der 59-Jährige betreut bei der GFW nicht nur die Duisburger Kunden auf der linken Rheinseite; er ist auch für die "Exoten" zuständig. "Sobald eine Geschäftsidee etwas aus dem normalen Rahmen fällt, komme ich ins Spiel. Ich bin der Mann für die vermeintlichen Paradiesvögel, die ihre Idee abseits des Massenmarkts verwirklichen wollen", schmunzelt Srowig.

"Der Freizeitmarkt", hat er beobachtet, "wächst immer weiter." Aber so manche raumgreifende Idee, die an den gebürtigen Bochumer herangetragen wird, kann nicht weiterverfolgt werden. Denn Duisburg sein nicht der Teutoburger Wald. "Wir sind nun mal in einem Ballungsgebiet. Und da stoßen wir manchmal schnell an die Grenzen des Machbaren." Driving-Ranges, Fußballgolfplätze und Bogenschießanlagen lassen sich nicht mal eben aus dem Boden stampfen. "Die Flächen hier sind knapp und die Begehrlichkeiten von allen Seiten hoch", weiß der passionierte Salsa-Tänzer. Zumal viele Flächen Industriebrachen seien, die nicht einfach so erschlossen werden können.

Aber Wolfgang Srowig hat neben besagten "Paradiesvögeln" auch eine breite Palette an Bestandskunden, die er betreut. Das reicht vom Friseurmeister, über die Caritaswerkstätten und Autohäuser, bis hin zu einem Terraristik-Onlinehändler, einem Ärztehaus und einem Altmetall-Recyclingbetrieb. Gibt es bei seinen Kunden Probleme, ist Wolfgang Srowig zur Stelle. "Das können Liquiditäts- oder Finanzierungsprobleme sein, Wünsche nach neuen, größeren oder kleineren Immobilien, oder eben auch eine Gesprächsvermittlung zur Stadtverwaltung."

Wolfgang Srowig ist ein angenehm geerdeter Mann der klaren Worte. Und genau die benötigen Kunden in Krisen von Zeit zu Zeit. Denn ganz oft, hat er beobachtet, helfe es schon, wenn ein Externer wie er einen nüchternen, unvoreingenommenen Blick auf das Problem werfe und einen konkreten, schnörkellosen Lösungsvorschlag erarbeite.

Den GFW-Ansatz erklärt er so: "Wir arbeiten ja nicht mit Umsätzen, die sich messen lassen. Wir setzen unsere Zeit ein und sorgen dafür, dass Arbeitsplätze in Duisburg erhalten werden und neue hinzukommen."

Aber auch an anderer Stelle ist der "Junge aus dem Pott", wie er sich selber bezeichnet, ein wichtiger Baustein des Unternehmens. Als IT-Beauftragter sorgt er dafür, dass alle GFW-Mitarbeiter einen funktionierenden Arbeitsplatz vorfinden. "Das fängt bei User-Support und Anwendungshilfen an und hört bei der Breitbandanbindung unserer Büros an die Außenwelt auf."

25 Jahre steht Wolfgang Srowig im kommenden Jahr schon bei der GFW in Lohn und Brot. 25 Jahre, die er nicht missen möchte. "Jeder Tag, jeder Kunde ist anders und spannend. Wiederholungen gab es in all den Jahren wenig. Und die Kollegen sind immer top - wir arbeiten wirklich als Team."

Pläne für den "Ruhestand" hat er schon. Momentan lebt er in Meiderich. Und mag es dort. Aber nach Bochum, Wanne-Eickel, Marburg, Herne und Duisburg darf es für den ehemaligen Taekwondo-Kämpfer im Ruhestand ruhig ein bisschen weiter in Richtung Süden gehen. "Für mich hat die Welt noch nie am Ortsausgangsschild aufgehört. Ich mag die Berge. Mal sehen, was dann kommt."

(Niederrhein Verlag GmbH)