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Die rechte Hand des Chefs

Die rechte Hand des Chefs
Hans-Peter Tappe vor seinem neuen Büro. FOTO: Penzel
Dinslaken. Hans-Peter Tappe ist der neue kaufmännische Direktor des St. Vinzenz-Hospitals. In dieser Funktion soll er in erster Linie Dr. Christoph Heller, den Geschäftsführer des Stadtkrankenhauses, entlasten - und die Kooperation von Vinzenz und St. Camillus auf neue Füße stellen. Von Steffen Penzel

Ja, und da macht Hans-Peter Tappe auch keinen Hehl draus: Der Abschied aus Essen ist ihm schwer gefallen. Seit 2002 war er in verschiedenen Funktionen für das Universitätsklinikum Essen tätig, zuletzt in Doppelfunktion als Kaufmännischer Geschäftsführer im Herzzentrum Huttrop und als kommissarischer Kaufmännischer Direktor des Klinikums. „16 Jahre sind eine lange Zeit. In der Zeit habe ich viele Beziehungen aufgebaut und der Abschied fiel mir schwieriger, als ich es mir vorher vorgestellt habe.“

Aber da jeder Abschied ja auch ein Neuanfang beinhaltet und er sich ganz bewusst für den Wechsel nach Dinslaken entschieden hat, will Tappe sich im Pressegespräch gar nicht zu lange mit der Vergangenheit aufhalten, sonder lieber nach vorne blicken.

Dass er sich für einen Wechsel ans beschauliche Vinzenz-Hospital entschieden hat, basiert auf mehreren Gründen: „Das Haus hat einen überregional guten Ruf und es gibt eine hohe Identifikation mit dem Krankenhaus in Dinslaken. Dazu kommt, dass man die Dinge hier im Vergleich zum riesigen Uniklinikum schneller, einfacher und direkter anstoßen und umsetzen kann.“ Und nicht zuletzt sei auch der Wechsel in ein konfessionell betriebenes Haus ein Faktor für ihn gewesen, „so dass ich gar nicht so lange über das Angebot nachdenken musste.“

Seit gut vier Wochen ist Tappe jetzt in Amt und Würden. Und alleine die ersten Tage haben ihm schon sehr gut getan. Er sei „extrem nett und herzlich“ aufgenommen worden. Das gibt ihm zusätzliche Motivation für die anstehende Arbeit. Und davon gibt es reichlich. Sein Aufgabenfeld umschreibt der neue Kaufmännische Direktor so: „Als Stellvertreter des Geschäftsführers probiere ich Christoph Heller zu entlasten, wo ich nur kann. Ich werde ihm einiges vom Schreibtisch holen, mit dem sich ein Geschäftsführer nicht zwingend belasten soll.“ Konkret seien das die Bereiche Verwaltung, Personal, Rechnungswesen und Einkauf. Alles Dinge, mit denen sich Tappe aufgrund seiner Vita bestens auskennt, und bei denen er Heller entlasten kann.

Ein weiterer wichtiger Aufgabenpunkt: die neue Kooperation des St. Vinzenz-Hospitals mit der Sucht-Fachklinik St. Camillus in Walsum. „Die Verzahnung der Häuser ist wichtig und bietet richtig viel Potenzial für alle Beteiligten. Ich möchte aus beiden Häusern eine Einheit machen.“ Klingt also so, als bräuchte Hans-Peter Tappe keine Sorge vor Langeweile haben ..

(Niederrhein Verlag GmbH)