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Situation am Nordring zwingt Grafschafter Diakonie nach 25 Jahren zum Umzug
Treff 55 zieht an den Vluyner Platz

Situation am Nordring zwingt Grafschafter Diakonie nach 25 Jahren zum Umzug: Treff 55 zieht an den Vluyner Platz
Dietrich Mehnert, Anneke van der Veen und Bert Konijnenberg, Vors. Presbyterium ev. Kirchengemeinde Vluyn freuen sich auf den Umzug des Treff 55 in die neuen Räumlichkeiten am Vluyner Platz. FOTO: Foto: cb
Neukirchen-Vluyn. – Der Treff 55 zieht um: Am 1. Juli geht es für das Stadtteilbüro der Grafschafter Diakonie und des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers vom Vluyner Nordring 55 zum Vluyner Platz 18 a. Von Claudia Basener

Eine Entscheidung, die der Situation rund um die „Nau-Bauten“ geschuldet ist. Seit 2012 gibt es erhebliche bauliche Mängel, die dazu geführt haben, dass über viele Monate Bauschäden bei laufendem Betrieb repariert werden mussten. Dietrich Mehnert, Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonischen Werk Kirchenkreis Moers: „Anlass zum konkreten Handeln gaben die Kündigung (

) aber auch die vermehrten Brandfälle in letzter Zeit. Nach 25 Jahren vor Ort fiel uns dieser Schritt schwer, aber letztendlich ist es wichtig, dass unsere Arbeit gesichert ist. Und das wäre sie nicht, wenn wir ständig in der Angst leben müssten, dass unser Büro im Löschwasser absäuft.“ Um den diakonischen Auftrag an den Menschen in Neukirchen-Vluyn zuverlässig und dauerhaft zu erfüllen, musste man sich nach neuen Räumlichkeiten umsehen

Der glückliche Zufall wollte es, dass am Vluyner Platz, in dem von der Kirchengemeinde neu gebautem Gebäude, kurzfristig Räume frei wurden.

Acht, extra auf die Bedürfnisse des Treff 55 umgebaute, Zimmer, auf 191 qm, stehen nun zur Verfügung. Zudem liegt der Vluyner Platz in der Mitte von Nordring und Kiefernweg - die beiden Bereiche, die am stärksten auf den Treff 55 angewiesen sind. Nebenan befindet sich das Jugendhaus P 23 der Kirchengemeinde, das verstärkt für die Jugendarbeit (z.B. Mittagstisch mit anschließender Hausaufgabenbetreuung) mitgenutzt werden soll. „Alles im allem eine deutliche Verbesserung“, fasst Mehnert zusammen und Bert Konijnenberg, Vorsitzender des Presbyteriums, fügt hinzu: „Hier werden Kirchengemeinde und Diakonie zusammengeführt. Davon werden beide profitieren.“ Der Mietvertrag gilt zunächst für fünf Jahre. Was danach kommt, sei Spekulation, so Mehnert.

Zum Treff 55 kann „jeder mit seinen Problemen hinkommen. Wir beraten oder vermitteln an die entsprechenden Stellen weiter“, fasst die Leiterin Anneke van der Veen die Arbeit zusammen. Der Schwerpunkt am Standort Neukirchen-Vluyn liegen in der Sozial-, Schulden- und Wohnungsberatung sowie in der Flüchtlingshilfe und der Jugendarbeit.

(Niederrhein Verlag GmbH)